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Autofahrer erhält Geldstrafe von 28'000 Franken anstelle einer Freiheitsstrafe

Weil er eine Polizeikontrolle in Inwil durchbrochen hatte, ist ein Autofahrer von Luzerner Gerichten zu einer Freiheitsstrafe von 24 Monaten verurteilt worden. Der Mann zog die Urteile bis vors Bundesgericht. Nun kommt er mit einer Geldstrafe davon.
Roger Rüegger
Das Luzerner Kantonsgericht am Hirschengraben 16 in Luzern. (Bild: Pius Amrein)

Das Luzerner Kantonsgericht am Hirschengraben 16 in Luzern. (Bild: Pius Amrein)

Ein heute 47-jähriger Automobilist aus dem Kanton Solothurn hat einen langen Weg durch mehrere Gerichtssäle zurückgelegt. Der Mann hat im Mai 2012 in Inwil eine Polizeikontrolle durchbrochen. Bei dem Vorfall wurde ein Polizist auf der Gegenfahrbahn von einem Fahrzeug erfasst, weil er mit einem Seitenschritt eine Kollision mit dem Auto des Beschuldigten vermeiden wollte.

Laut der Anklage der Luzerner Staatsanwaltschaft hat der Autofahrer die Polizisten damals «in skrupelloser Weise in Lebensgefahr» gebracht (wir berichteten). Das Luzerner Kriminalgericht verurteilte den Mann im August 2015 zu einer Freiheitsstrafe von 22 Monaten, davon 8 Monate unbedingt.

Kantonsgericht erhöhte die Strafe

Auf Berufung des Beschuldigten bestätigte das Kantonsgericht das erstinstanzliche Urteil und erhöhte die Strafe gar noch um 2 Monate. Der Beschuldigte legte gegen das Urteil beim Bundesgericht erfolgreich Beschwerde ein.

Das Bundesgericht hob unter anderem das Urteil der mehrfachen Gefährdung des Lebens auf und hat die Sache dem Kantonsgericht zur neuen Beurteilung zurückgewiesen. Dieses hat den Beschuldigten vom Vorwurf der mehrfachen Lebensgefährdung freigesprochen.

Der Mann wird aber unter anderem wegen fahrlässiger einfacher Körperverletzung, der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte, des fahrlässigen pflichtwidrigen Verhaltens nach Unfall mit Verletzungsfolge zu einer Geldstrafe von 280 Tagessätzen zu 100 Franken verurteilt. Davon sind 140 Tagessätze zu 100 Franken unbedingt zu vollziehen, für die restlichen Tagessätze wird ihm bei einer Probezeit von vier Jahren der bedingte Vollzug gewährt.

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