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Autofreie Bahnhofstrasse bis Ostern: Der Fahrplan ist weiterhin ungewiss

Das Luzerner Stadtparlament will die Bahnhofstrasse bis Ostern autofrei sehen – eine sportliche Vorgabe für den Stadtrat. Gut möglich, dass die Autos noch länger fahren.
Simon Mathis
In diesem Bereich vor dem Luzerner Theater sollen künftig keine Autos mehr fahren dürfen. (Bild Pius Amrein, 4. Januar 2019)

In diesem Bereich vor dem Luzerner Theater sollen künftig keine Autos mehr fahren dürfen. (Bild Pius Amrein, 4. Januar 2019)

Das Parlament hat den Luzerner Stadtrat beauftragt, die Bahnhofstrasse bereits bis Ostern dieses Jahres autofrei zu machen (wir berichteten). Gefordert ist eine schnelle, einfache und pragmatische Lösung. Aber so einfach ist das nicht. «Wir prüfen nun, wie und wie schnell die Forderung umgesetzt werden kann», sagt Mobilitätsdirektor Adrian Borgula (Grüne). «Nach wie vor halte ich eine Umsetzung bis Karfreitag kaum für möglich», so Borgula. Der Stadtrat sei aber zuversichtlich, dass eine gut funktionierende, zeitnahe Umsetzung im ersten Halbjahr 2019 machbar sei.

Zu den Massnahmen gehören eine grobe Flächenaufteilung und minimale Vorgaben zur temporären Nutzung im gesperrten Abschnitt sowie eine zweckmässige alternative Ausfahrt aus dem Parkhaus Kantonalbank via Kreuzung Winkelried- und Pilatusstrasse. Da die Stadt derzeit kein Budget hat, muss sie für die Umsetzung mit ihren internen Mitteln auskommen. Trotz knappem Zeitplan hat sich der Stadtrat vorgenommen, die parlamentarischen Vorgaben bis Ostern zu erfüllen. Er will die Sperre mittels eines Fahrverbotes mit Zubringerdienst umsetzen. «Die Zulieferung und die Erschliessung der privaten Parkplätze ist also beispielsweise immer noch einwandfrei möglich», erläutert Borgula.

LUKB befürchtet Verkehrschaos

Unglücklich mit der kurzfristigen Sperrung ist die Luzerner Kantonalbank (LUKB), die unter ihrem Hauptsitz ein Parkhaus betreibt. Die LUKB verlangt bauliche Anpassungen, bevor die Bahnhofstrasse autofrei wird – unter anderem eine Lichtsignalführung an der Einfahrt Winkelried-/Pilatusstrasse. Die Bank befürchtet vor allem im Zeitraum zwischen 16 und 19 Uhr ein Verkehrschaos: Denn die Sperrung erschwere die Wegfahrt der Parking-Kunden. Der Stadtrat will den Bedenken der LUKB Rechnung tragen, indem er den Knoten Winkelried-Pilatusstrasse neu organisiert. In der Winkelriedstrasse soll Rechtsabbiegen in die Pilatusstrasse verboten werden. Damit will der Stadtrat den Abfluss der Autos in Richtung Seebrücke erleichtern.

Konkret soll die neue Verkehrsführung so aussehen:

Mittelfristig sei ausserdem ein Velostreifen sowie ein leicht zurückgesetzter Fussgängerstreifen geplant. «Der angedachten Lösung liegen aufwändige Verkehrssimulationen zu Grunde, die eine weiterhin einwandfreie Erschliessung des Gebietes nachweisen», so Borgula. Für die LUKB tragen diese Massnahmen den Erkenntnissen aus den Simulationen nicht Rechnung. «Bis zum heutigen Zeitpunkt haben wir direkt vom Stadtrat keine Signale erhalten, die unsere bereits kommunizierte Haltung beeinflussen würden», sagt Mediensprecher Daniel von Arx auf Anfrage. Die Bank stört sich insbesondere an der Tatsache, dass die baulichen Massnahmen erst nach der Sperrung oder Teilsperrung umgesetzt werden sollen. Die LUKB vermisst ausserdem Massnahmen zur Optimierung des Verkehrsflusses mit Lichtsignalen und zum Busverkehr, wie sie als zentrale Erkenntnisse aus den Simulationen hervorgegangen sind.

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