Autohalter im Kanton Luzern sollen öffentlich bleiben

Wer wissen will, wem welches Auto gehört, erfährt dies heute online in fast jedem Kanton jederzeit. Damit soll nun Schluss sein, fordern der Luzerner SVP-Kantonsrat Daniel Keller – und mit ihm fast die ganze Parlamentsfraktion. Der Regierungsrat teilt diese Meinung nicht. 

Lukas Nussbaumer
Hören
Drucken
Teilen
Kontrollschilder sind beim Strassenverkehrsamt gelagert.

Kontrollschilder sind beim Strassenverkehrsamt gelagert.

Symbolbild: Boris Bürgisser, Luzern, 28. März 2019

Die Luzerner Regierung will es weiterhin jedermann ermöglichen, Autonummern online abzufragen, um so die Identität eines Halters feststellen zu können. Dies hält sie in ihrer eben veröffentlichten Antwort auf eine Motion von SVP-Kantonsrat Daniel Keller fest. Der Udligenswiler und mit ihm 15 seiner Fraktionskollegen forderten in einem Vorstoss, die Regierung solle die rechtlichen Grundlagen für ein Verbot der Auskünfte an Private schaffen. Keller wollte so die Privatsphäre schützen und das Recht an den eigenen Daten bewahren.

Abfragen von Halterdaten entlasten Behörden

Die Regierung hingegen findet, mit der Beschränkung auf täglich maximal fünf Abfragen werde der «Neugierde der Bürger nicht übermässig Vorschub geleistet». Die Publikation von Halterdaten sei vielmehr nützlich, weil so Bagatellverstösse wie das unerlaubte Parkieren oder leichte Parkschäden bilateral ohne Einschalten der Polizei oder Anruf beim Strassenverkehrsamt geregelt werden können. Auch werde die Durchsetzung von privaten Parkanordnungen erleichtert, was den Aufwand der Behörden vermindere, begründet die Regierung die Ablehnung der Motion. Daniel Keller will die Antwort der Regierung nicht kommentieren. Der Unternehmer will sich morgen zuerst mit seiner Fraktion besprechen. (nus)

Mehr zum Thema

Autonummern: Luzerner SVP will Abfragen verbieten

Wer wissen will, wem welches Auto gehört, erfährt dies heute online in fast jedem Kanton jederzeit. Damit soll nun Schluss sein, fordern der Luzerner SVP-Kantonsrat Daniel Keller – und mit ihm fast die ganze Parlamentsfraktion.
Lukas Nussbaumer