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Autoverkehr: Stadtluzerner SP scheitert mit zwei Forderungen für die Neustadt

Weniger Parkplätze und eine zeitweise Sperrung der Bleicherstrasse: Davon wollte das Luzerner Stadtparlament nichts wissen. Nicht einmal die Grünen unterstützten die SP-Forderungen vorbehaltlos.
Robert Knobel

In der ABL-Siedlung Himmelrich 3, welche zurzeit im Bau ist, entsteht auch eine Tiefgarage mit insgesamt 295 Parkplätzen. 50 davon sind als Besucher-Parkplätze öffentlich zugänglich. Im Gegenzug werden rund um die Siedlung 28 Oberflächen-Parkplätze aufgehoben – und zwar auf der Bundesstrasse, Tödistrasse und Himmelrichstrasse.

Der SP ist dies nicht genug. Sie forderte im Stadtparlament, die 50 neuen Tiefgaragen-Plätze vollständig zu kompensieren – mit dem Abbau von weiteren 22 Oberflächen-Parkplätzen im Quartier. Der Bericht und Antrag zur Aufwertung der Himmelrich- und Tödistrasse hätte entsprechend ergänzt werden sollen. Mit diesem Antrag scheiterte die SP aber deutlich – selbst die Grünen waren nicht geschlossen dafür. Auch Stadtrat Adrian Borgula argumentierte, man könne Parkplätze nicht nur zahlenmässig gegeneinander aufwiegen. Viel entscheidender sei, wie viel Verkehr ein einzelner Parkplatz generiere.

Angst vor Mehrverkehr auf der Neustadtstrasse

Die SP scheiterte auch mit der Forderung, die Bleicherstrasse zeitweise für den Durchgangsverkehr zu sperren, um den Schleichverkehr zu unterbinden. Dies hätte lediglich zur Folge, dass der Verkehr auf die Neustadtstrasse ausweicht, so die Befürchtung der Mehrheit. Bei rund 2100 Autos, die pro Tag durch die Bleicherstrasse fahren, wäre dieser Effekt nicht unerheblich. Die Grünen wollten dieses Dilemma mit der vagen Formulierung «die Bleicherstrasse wird verkehrsberuhigt, ohne Neustadtstrasse stärker zu belasten» lösen. Doch auch dies wurde abgelehnt.

Erfolg hatte einzig eine weitere Forderung der SP, die Ecke Himmelrich-/Tödistrasse künftig ganz autofrei zu machen. Viel ändern wird sich damit allerdings nicht. Denn dank der Umgestaltung der beiden Strassen und der Aufhebung der Parkplätze wird es dort ohnehin kaum noch Autoverkehr geben. Und der Zubringerverkehr wird auch künftig erlaubt sein.

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