Wie ein Luzerner Unternehmen mit einem Corona-Virus-Fall umgeht

Die Hochdorfer Firma Bachmann Forming AG liefert Verpackungslösungen an die Lebensmittel- und Pharmabranche. Nun hat sich ein Mitarbeiter mit dem Corona-Virus infiziert. Was das für das Unternehmen bedeutet, erklärt CEO Urs Bachmann.

Julian Spörri
Drucken
Teilen
Bei der Bachmann Forming AG ist die Einhaltung der Hygiene wichtig, weil Verpackungen für die Lebensmittelbranche produziert werden.

Bei der Bachmann Forming AG ist die Einhaltung der Hygiene wichtig, weil Verpackungen für die Lebensmittelbranche produziert werden.

Bild: PD

Bei einem Mitarbeiter der Firma Bachmann Forming AG mit Sitz in Hochdorf wurde das Corona-Virus festgestellt, wie CEO Urs Bachmann auf Anfrage bestätigt. Wie geht eine Firma, die Verpackungslösungen für die Lebensmittel- und Pharmabranche und rund 270 Angestellte beschäftigt, mit dieser Situation um?

Die betroffene Person sei in den Tagen vor der ärztlichen Bestätigung nicht im Betrieb gewesen, betont Bachmann. «Zudem arbeiten wir im Vier-Schichtbetrieb, weshalb nicht viele Personen miteinander Kontakt haben. Nach gründlicher Analyse hat das Unternehmen jedoch fünf Personen identifiziert, die nun vorsichtshalber für zehn Tage zu Hause bleiben», so Bachmann. «Wir halten uns dabei an die Vorgaben des Bundesamts für Gesundheit.»

Nachfrage nach Plastikverpackungen steigt

Dass das Unternehmen die Medizinal- und Lebensmittelbranche beliefert, sei nun ein Vorteil. Bachmann sagt:

«Wir sind gut gerüstet, weil wir zu jeder Zeit die Sauberkeit der Verpackungen sicherstellen müssen, Corona hin oder her.»

Bereits vor drei Wochen habe die Firma ein Pandemie-Team eingesetzt, das täglich zusammenkomme und die aktuellen Entwicklungen verfolge. In der aktuellen Situation streicht Bachmann die enge Kommunikation mit den Mitarbeitern heraus: «Ich habe angesichts der Entwicklungen einen Rundgang durch den Betrieb gemacht und mit jedem einzelnen Mitarbeiter gesprochen.»

Selbstverständlich habe man sich auch Szenarien überlegt, falls weitere Mitarbeiter wegen des Corona-Virus ausfallen würden, sagt Bachmann. «Dank des hohen Automatisierungsgrades besitzen wir sehr gute Voraussetzungen und könnten Zeiten mit weniger Personal überbrücken.» Als Beispiel nennt Bachmann die Entnahme-Roboter, führerlose Transportsysteme und die automatisierte Lagerung, die im Unternehmen im Einsatz stehen. Denn mangelnde Kundschaft gebe es derzeit nicht: «Wir stellen eine erhöhte Nachfrage nach Kunststoffverpackungen fest. In der aktuellen Krise besteht offenbar das Bedürfnis, Lebensmittel hygienisch und sauber verpackt an den Kunden zu liefern.»

Mehr zum Thema