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BACHMANN: Luzerner Confiserie erobert die Zürcher Bahnhofstrasse

Der Traditionsconfiserie Bachmann gelingt ein Coup: Sie sichert sich an der bekanntesten Einkaufsstrasse der Schweiz einen Standort. Dabei profitiert sie vom Strukturwandel im Detailhandel.
Nächsten Frühsommer können sich auch Touristen in Zürich an Bachmanns Süssigkeiten erfreuen. (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 24. Februar 2017))

Nächsten Frühsommer können sich auch Touristen in Zürich an Bachmanns Süssigkeiten erfreuen. (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 24. Februar 2017))

Ernst Meier

Nur eine Minute vom Hauptbahnhof entfernt, direkt an der Bahnhofstrasse, in Fussdistanz zu noblen Mode-, Schmuck- und Uhrengeschäften, zum Paradeplatz, wo UBS und Credit Suisse einander gegenüberstehen – hier gibt es schon bald das Verpflegungsangebot, das in Luzern wohl jeder kennt. Das rosarote Logo der Confiserie Bachmann ziert im nächsten Jahr das Gebäude an der Bahnhofstrasse 89.

«Wir sind überglücklich, dass unser Betrieb den Zuschlag für den Standort erhalten hat», sagte gestern Raphael Bachmann gegenüber unserer Zeitung. Er führt mit seinem Bruder Matthias das 1897 im Kanton Luzern gegründete Familienunternehmen in der vierten Generation.

An der Bahnhofstrasse 89 zieht die Confiserie Bachmann in ein historisches Gebäude, wo einst die Credit Suisse eine Filiale betrieb. Bis vor kurzem war die pleitegegangene Modekette Yendi eingemietet. Letzten Samstag eröffnete in den Räumlichkeiten der Möbelgigant Ikea einen Pop-up-Store. Dessen Gastspiel ist aber nicht von langer Dauer.

Eröffnung ist im Frühsommer 2018 geplant

Bereits im Februar sollen laut Raphael Bachmann die Umbauarbeiten losgehen, sodass die Confiserie drei bis vier Monate später eröffnen kann. «Wir werden alle drei Stockwerke im Jugendstilgebäude belegen», sagt er. Die Filiale werde nach dem Vorbild des Geschäftes am Luzerner Schwanenplatz gebaut.

Neben den traditionellen Backwaren ist viel Platz für das Angebot an Schnellverpflegungsprodukten, Confiserie- und vor allem Schokoladenspezialitäten vorgesehen. «In unseren Fachgeschäften kaufen Kunden am Morgen Kaffee mit Gipfeli und gleichzeitig auch einen Salat für den Mittag. Manchmal kommt ein Schutzengel-Truffe oder sonst ein Geschenk hinzu», weiss der gelernte Konditor-Confiseur. Das Gesamtangebot sei auch an der Zürcher Bahnhofstrasse gefragt. «Für Geschäftsleute, Touristen und jene, die einfach am Shoppen sind», ist er fest überzeugt.

Mit dem zweiten Standort in der Stadt Zürich geht für die Confiserie Bachmann die Expansion der letzten Jahre weiter. 16 Standorte und 19 Filialen zählt das Unternehmen. Erst vor fünf Jahren erfolgte der Schritt aus der Zentralschweiz hinaus. 2011 eröffnete Bachmann eine Filiale im Shoppi Tivoli in Spreitenbach, zwei Jahre später kam das Verkaufsgeschäft im Einkaufscenter Sihlcity hinzu. Eine nächste Filiale wird im November in der Mall of Switzerland in Ebikon eröffnet.

«Für uns geht ein Traum in Erfüllung»

«Wir haben den Standort an der Bahnhofstrasse nicht aktiv gesucht», erklärt Raphael Bachmann. Die Liegenschaftsbesitzerin Tanova AG sei über einen Berater auf sie zugekommen. Tanova habe noch andere mögliche Mieter angefragt und sich nach Prüfung aller Offerten für ihr Angebot entschieden.

Auf Anfrage heisst es bei Tanova, dass man an einer langfristigen und nachhaltigen Mieterbeziehung interessiert sei. «Das Familienunternehmen Bachmann hat ein spannendes Konzept und verfügt über viel Erfahrung. Die Confiserie Bachmann passt gut an die Bahnhofstrasse und sorgt für die perfekte Ergänzung des Angebots im Quartier», sagt Lisa Meyerhans, Tanova-Sprecherin.

«Für uns geht ein Traum in Erfüllung», gibt Raphael Bachmann zu. Die Tatsache, dass das Luzerner Unternehmen ausgewählt wurde, zeige, dass «unsere Confiserie mit den Qualitätsprodukten auch in Zürich bekannt ist und einen guten Ruf geniesst». Er versichert: «Der handwerklichen Herstellung bleiben wir auch künftig treu.»

Weiterhin würden alle Bachmann-Produkte in dem über 10000 Quadratmeter grossen Backbetrieb im Luzerner Tribschenquartier produziert und täglich in die Filialen geliefert. In den letzten Monaten habe man bereits in den Ausbau und die Modernisierung der Backstube investiert. Mit der Eröffnung des Fachgeschäftes an der Bahnhofstrasse entstehen in Zürich und Luzern 50 neue Arbeitsplätze. Gegen 560 Mitarbeiter wird das Unternehmen dann beschäftigen, doppelt so viele wie noch vor fünf Jahren.

Im Moment befindet sich an der Bahnhofstrasse 89 noch ein Ikea-Pop-up-Store. Die Umbauarbeiten beginnen im Februar 2018. (Bild: PD)

Im Moment befindet sich an der Bahnhofstrasse 89 noch ein Ikea-Pop-up-Store. Die Umbauarbeiten beginnen im Februar 2018. (Bild: PD)

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