BADEANSTALTEN: Badeshorts: Kriens überlegt sich ein Verbot

Unterhose unter Badeshorts – das ist ein neuer Trend. Einigen Bademeistern ist das ein Dorn im Auge.

Merken
Drucken
Teilen
Zwei Jugendliche geniessen das schöne Wetter in der Krienser Badi. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Zwei Jugendliche geniessen das schöne Wetter in der Krienser Badi. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Immer mehr Jugendliche tragen Unterhosen unter den Badeshorts. Das passt Markus Achermann gar nicht. Der Betriebsleiter der Badi in Kriens sagt: «Das sieht optisch unhygienisch aus.» Sieht Achermann einen Jugendlichen mit einer solchen Kombination ins Wasser gehen, sucht er das Gespräch. Denn tolerieren wolle er das nicht. «Noch sind es wenige, die so ins Wasser gehen. Sollte das aber plötzlich die Mehrheit machen, würden wir ein Shortsverbot in Betracht ziehen.»

«Keine Waschanstalt»
Auch in der Freiluftbadi Mooshüsli in Emmen sind Kleidervorschriften ein Thema. «Wenn jemand mit Strassenshorts ins Wasser will, lassen wir ihn nicht rein», sagt Betriebsleiter Ernst Kuchen. «Schliesslich sind wir keine Waschanstalt.» Auch der Modetrend, dass Jugendliche mit Badeshorts samt Unterhose schwimmen gehen, toleriert er nicht. «Bevor die Jugendlichen ins Wasser gehen, müssen sie die Unterhosen ausziehen.» Ein Verbot von Badeshorts sei vorerst kein Thema.

«Das Problem wird überbewertet», sagt Marcel Wiesler, Geschäftsführer des Lidos in Luzern. «Vorallem Schweiss und Sonnencrème verschmutzen das Wasser.» Deshalb sei Duschen vor dem Schwimmen die beste Hygiene-Massnahme.» Von einem Shortsverbot will er nichts wissen.

Basel hat ein Shortsverbot
Ganz anders denkt man in Basel. Dort hat das Schwimmbad Bettingen BL als erstes Schweizer Freibad seit diesem Jahr Badeshorts verboten. Wer in Zukunft dort schwimmen will, der muss eng anliegende Badehosen tragen.

Andreas Bättig

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung.