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BAHN: Schliessung zweier Bahnübergänge in Kriens und Horw wird wahrscheinlicher

Die Zentralbahn und die Gemeinde Horw beantragen beim Bund die Aufhebung beider Gleisübergänge – gegen den Willen der Gemeinde Kriens. Dennoch signalisiert diese Kompromissbereitschaft.
Sandra Monika Ziegler und Stefan Dähler
Der Bahnübergang bei der Wegmattstrasse in Horw / Kriens sollen aufgehoben werden. Fotografiert am 11. Dezember 2017. Verkehr, Zentralbahn, Zb, Bahngleis, überführung (Bild: Corinne Glanzmann (Horw, 11. Dezember 2017))

Der Bahnübergang bei der Wegmattstrasse in Horw / Kriens sollen aufgehoben werden. Fotografiert am 11. Dezember 2017. Verkehr, Zentralbahn, Zb, Bahngleis, überführung (Bild: Corinne Glanzmann (Horw, 11. Dezember 2017))

Sandra Monika Ziegler und Stefan Dähler

region@luzernerzeitung.ch

Die beiden Bahnübergänge Wegmattstrasse und Krienserstrasse/Horwerstrasse an der Grenze zwischen den Gemeinden Horw und Kriens sollen aufgehoben werden. Dies beantragt die Zentralbahn dem Bundesamt für Verkehr (BAV). «Übergänge sind aus Sicherheitsgründen nicht ideal», sagt Gunthard Orglmeister, Leiter Infrastruktur bei der Zentralbahn. «Mit der geplanten Unterführung Wegmatt sowie der bestehenden beim Brändi wäre die Erschliessung in diesem Gebiet nach wie vor gegeben.»

Hinzu komme, dass die Übergänge durch den Taktausbau ab 2021 noch weniger lang offen sein würden. Es wird mit jeweils 36 Minuten pro Stunde gerechnet. «Während den Hauptverkehrszeiten wird eine neue ­S-Bahn eingeführt, die zwischen Horw und Luzern im Halbstundentakt verkehrt. Das ergibt pro Richtung acht Züge pro Stunde.»

Eine zweite Unterführung als Lösung?

Das letzte Wort ist aber noch nicht gesprochen, so Orglmeister. «Wir sind nach wie vor mit den Gemeinden Horw und Kriens im Gespräch.» Letztere will ja bekanntlich beide Übergänge beibehalten (wir berichteten). Horws Interessen sehen anders aus, da sich die Zentralbahn pro geschlossenen Übergang mit 500'000 Franken am Bau der eingangs erwähnten neuen Unterführung Wegmatt, die sich auf Horwer Boden befinden würde, beteiligt. «Es ist möglich, dass es einen Kompromiss gibt.» Wie dieser aussehen könnte, will Orglmeister noch nicht sagen. Wegen des Gesuchs an den Bund wird es zu einer öffentlichen Auflage kommen, an der sich auch betroffene Anwohner beteiligen können.

Zu einem Treffen mit der Zentralbahn und der Gemeinde Kriens ist es bereits am 23. November gekommen, wie der Krienser Bauvorsteher Matthias Senn (FDP) auf Anfrage sagt. Er signalisiert Kompromissbereitschaft. Auch auf Krienser Boden könnte eine Unterführung dereinst zur Diskussion stehen. «Im Jahr 2000 gab es einmal eine Vorstudie zu einer Unterführung im Bereich Krienserstrasse/Wegmatt, die wird jetzt wieder hervor geholt.» Ob die Gemeinde während der Auflagefrist eine Einsprache macht, wird dann zu gegebener Zeit entschieden, sagt Senn weiter.

Das Auflageprojekt, das die Schliessung beider Übergänge vorsieht, wurde übrigens von der Zentralbahn und der Gemeinde Horw gemeinsam erarbeitet. Ob beide Niveauübergänge tatsächlich geschlossen werden, entscheidet das BAV. «Das BAV wird zu beurteilen haben, ob die ­neue Personenunterführung als adäquater Ersatz für die bestehenden beiden Niveauübergänge dient oder ob einer der Niveauübergänge weiterhin offen gehalten werden soll», sagt der Horwer Bauvorsteher Thomas Zemp (CVP). Sollte einer der Übergange bleiben, so werde dies wohl eher der bei der Wegmattstrasse sein, da dieser wesentlich mehr frequentiert werde.

Verzögerung würde Projekt verteuern

Wie geht es nun weiter mit der Unterführung Wegmatt? «Wir planen, dass der Einwohnerrat im Verlauf des ersten Semesters 2018 den Baukredit für die neue Personenunterführung beraten und genehmigen kann. Also spätestens vor den Sommerferien», sagt Zemp. Er fügt an: «Die Zentralbahn rechnet damit, dass der Prozess Mitte 2018 abgeschlossen sein wird.» Ein gewisses Tempo ist nötig, denn im März und April 2019 kommt es aufgrund von Bauarbeiten an den Bahnhöfen Horw und Kriens Mattenhof zu einer dreiwöchigen Betriebssperre. In dieser Zeit muss auch die Unterführung Wegmatt realisiert werden, ansonsten steigen die Baukosten für diese von 5,8 auf 6,7 Millionen Franken.

Bevor die Unterführung realisiert werden kann, muss der Horwer Einwohnerrat den nötigen Kredit sprechen. Dessen Höhe wiederum hängt vom Beitrag der Zentralbahn und damit von der Schliessung eines oder beider Bahnübergänge ab.

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