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BAHNAUSBAU: Tiefbahnhof bleibt auf der Agenda

Der Luzerner Tiefbahnhof schafft es nicht in den aktuellen Ausbauschritt. Für die nächste Etappe behandelt der Bund das Projekt aber als «denkbaren Schwerpunkt» – und will es bis zur Baureife finanzieren.
Alexander von Däniken
Vorläufiger Stillstand: Der Luzerner Tiefbahnhof kommt wohl erst für den Ausbauschritt 2040 in Frage. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (23. März 2017))

Vorläufiger Stillstand: Der Luzerner Tiefbahnhof kommt wohl erst für den Ausbauschritt 2040 in Frage. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (23. März 2017))

Alexander von Däniken

alexander.vondaeniken@luzernerzeitung.ch

Die Signale aus Bundesbern waren auch schon schlechter. Noch vor ein paar Monaten taxierten Verkehrsministerin Doris Leuthard (CVP) und das federführende Bundesamt für Verkehr (BAV) den Luzerner Durchgangsbahnhof als Projekt mit schlechtem Kosten-Nutzen-Verhältnis. Tatsächlich hat der Bundesrat den Bahnausbauschritt 2030/35 kürzlich ohne Tiefbahnhof in die Vernehmlassung geschickt. Ausschlaggebend waren vor allem die Kosten: Zusammen mit dem Zimmerberg-Basistunnel II zwischen Thalwil und Zug hätte der Tiefbahnhof rund sechs Milliarden Franken gekostet – mehr als die Hälfte der 11,5 Milliarden, die der Bundesrat für alle Projekte ausgeben will. Folgerichtig gab der Bundesrat vorerst dem neuen Zimmerbergtunnel grünes Licht. Dieser gilt als Voraussetzung für den neuen Luzerner Bahnhof (Artikel vom 30. September » ).

Das vermeintlich schlechte Kosten-Nutzen-Verhältnis des Tiefbahnhofs ist nach dem jetzigen Ausbauschritt kein Thema mehr. BAV-Sprecher Gregor Saladin: «Der Durchgangsbahnhof wird vom BAV als längerfristig notwendige Massnahme mit einem positiven Kosten-Nutzen-Verhältnis anerkannt.»

Nächste Station: Ausbauschritt 2040

Diese Worte sind nicht nur neu, sondern basieren auch auf bereits skizzierten Plänen. In den Erläuterungen zum aktuellen Bahnausbauschritt blickt das BAV bereits auf den nächsten Schritt. Und nennt den Durchgangsbahnhof als «denkbarer Schwerpunkt des nächsten Ausbauschritts». Heisst: Der Bund ist grundsätzlich gewillt, das Projekt mit Krediten aus dem Bahninfrastrukturfonds so weit zu unterstützen, bis es zur Baureife gelangen kann, wie Mediensprecher Saladin erklärt. Ein deutliches Anzeichen findet sich auch im Bundesbeschluss zum aktuellen Bahnausbauschritt. Dort heisst es: Der Bundesrat legt der Bundesversammlung bis 2026 eine Botschaft zu einem Ausbauschritt 2040 vor. Für diesen soll auch der Durchgangsbahnhof geprüft werden. Weitere dringliche Projekte sind der Doppelspurausbau im Lötschberg-Basistunnel, der Ausbau der Linie Aarau–Zürich, der Ausbau in Basel (Herzstück Basel) sowie das Beheben von weiteren Engpässen im Agglomerations- und Regionalverkehr.

Darüber, wie der aktuelle Planungsstand beim Tiefbahnhof ist, gibt das BAV keine Auskunft. Es verweist auf die SBB. Diese wollen gegenüber unserer Zeitung aber keine Fragen beantworten. «Zu einzelnen Projekten äussern wir uns zum heutigen Zeitpunkt nicht», teilt SBB-Mediensprecher Reto Schärli mit.

Klar ist: Mit dem Bekenntnis des Bundes zum Tiefbahnhof schwindet die Hoffnung der Gegner auf eine Alternative. Die Frage, ob es etwa das Bahndreieck Nord bei Emmenbrücke braucht, beantwortet BAV-Sprecher Gregor Saladin so: «Diese Haltung wird vom BAV nicht geteilt.»

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