BAHNHOF LUZERN: Kantone halten am Tiefbahnhof fest

Der Bund schiebt den Tiefbahnhof auf die lange Bank. Die Kantone Obwalden, Nidwalden, Luzern und die Stadt bekräftigen derweil ihr Interesse.

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Passanten im unteren Teil des geplanten Durchgangbahnhofs. (Visualisierung pd)

Passanten im unteren Teil des geplanten Durchgangbahnhofs. (Visualisierung pd)

Die Kantone Luzern, Obwalden und Nidwalden sowie die Stadt Luzern und das Zentralschweizer Komitee Tiefbahnhof Luzern haben vor den Medien erneut die Notwendigkeit und Zweckmässigkeit des Projekts unterstrichen. Das Bundesamt für Verkehr hatte den Luzerner Tiefbahnhof am 22. März als zweite Priorität eingestuft.

Engpässe beseitigen nur mit Tiefbahnhof
Die Vertreter beziehen sich dabei insbesondere auf die in der Zwischenzeit erstellten weiteren Studien. Diese bestätigen, dass Lösungen, die sich an der bestehenden Infrastruktur orientieren, nur einen Bruchteil des Nutzens bringen. Mit dem Tiefbahnhof können dagegen die bestehenden und anerkannten Engpässe beseitigt und eine langfristige und ausbaufähige Lösung realisiert werden.

Mitfinanzierung bekräftigt
Der Luzerner Regierungsrat Max Pfister betonte vor den Medien erneut die Bereitschaft zur Mitfinanzierung: «Bislang hat sich noch keine Region derart klar für eine Mitfinanzierung eines Projektes von Bahn 2030 ausgesprochen», sagte Pfister. Die Vertreter kritisierten auch, dass der Raum Zentralschweiz in den letzten 20 Jahren von keinen Ausbauschritten beim öffentlichen Schienenverkehr profitieren konnte. Die Zentralschweiz habe einen Anspruch auf ein zeitgemässes Angebot, das dem Stand der übrigen Schweiz und dem Verkehrsaufkommen entspreche.

rem