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BAHNHOF: Rothenburg kämpft für mehr Komfort

Das Umsteigen in Rothenburg ist alles andere als kundenfreundlich. Die SBB sind bereit, die Situation zu verbessern – aber nur, wenn sich die Gemeinde finanziell beteiligt.
Roger Amberg
Pendler am Bahnhof Rothenburg. Bild: Nadia Schärli (Rothenburg, 9. November 2016)

Pendler am Bahnhof Rothenburg. Bild: Nadia Schärli (Rothenburg, 9. November 2016)

Die Situation am Bahnhof Rothenburg-Station ist für Pendler derzeit unbefriedigend. Muss man vom Bus auf den Zug umsteigen oder umgekehrt, ist zuerst eine Strecke von rund 400 Metern zu Fuss zurückzulegen. In der Hektik am Morgen und nach Feierabend ist dies für viele eine unwillkommene Bewegungstherapie – besonders, wenn man unbedingt den nächsten Zug oder Bus erreichen muss. Oftmals bleiben dafür nur rund fünf Minuten, sofern die Züge und Busse pünktlich eintreffen.

Der Gemeinderat von Rothenburg arbeitet schon länger an einer Lösung für das Problem. Nun verdichten sich die Anzeichen, dass im kommenden Jahr eine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung gefunden werden kann. Phillip Rölli, Geschäftsführer von Rothenburg: «Wir arbeiten mit Hochdruck daran, so schnell wie möglich eine zukunftsgerechte Lösung mit den SBB zu finden. Die Situation ist grundsätzlich noch immer dieselbe, aber es haben viele positive Gespräche stattgefunden, wir sind auf gutem Weg.»

Ziel für den Gemeinderat sei eine Lösung, bei der Bus- und Bahnhaltestelle parallel zueinander angelegt werden. Zudem soll der Bahnzugang behindertengerecht werden. Bei den SBB blitzten die Rothenburger mit dieser Idee zuerst ab. Nach Gesprächen zwischen SBB, Kanton und Vertretern der Gemeindeverwaltung sei nun aber Licht am Ende des Tunnels, berichtet Rölli: «Die SBB haben unsere Anliegen erkannt, aber es hängt natürlich immer noch ein hohes Preisschild davor.» Rund 15 Millionen Franken soll die von der Gemeinde bevorzugte Variante kosten.

Bahnhof Rothenburg hat keine Priorität

Bei den SBB bestätigt man Gesprächsbereitschaft, betont aber das noch ungelöste Problem der Finanzierung: «Bis 2023 ist die Finanzierung von Seiten der SBB nicht sichergestellt. Aufgrund der internen Vorgaben betreffend Anzahl Ein- und Aussteiger kann das Projekt nicht prioritär behandelt werden. Die SBB sind jedoch offen, bei der Mitfinanzierung eine gemeinsame Planung zu diskutieren», teilt Mediensprecher Reto Schärli mit. Bei der Gemeinde Rothenburg arbeitet man zurzeit daran, das Problem der Finanzierung mit verschiedenen Partnern anzugehen. Ziel ist, dass man der Bevölkerung im kommenden Jahr eine Lösung präsentieren kann.

Dass beim Bahnhof Rothenburg-Station etwas geschehen muss, davon ist auch Karin Blättler, Präsidentin Pro-Bahn Zentralschweiz, überzeugt: «Für uns ist die Situation völlig unbefriedigend.» Schon vor zwei Jahren habe man einen SBB-Verantwortlichen auf eine Fahrt eingeladen, um die regionalen Probleme anzuschauen. Nebst Rothenburg wurde dabei vor allem die Situation in Sempach bemängelt, die inzwischen stark verbessert wurde. Der Bahnhof Sempach-Neuenkirch wurde während sechs Monaten umgebaut. Dabei wurden Perrons erhöht, zudem ist der Bahnhof neu rollstuhlgängig. Auf Ähnliches hofft Blättler nun auch in Rothenburg.

Roger Amberg

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