Bahnhofssperrung: Der Härtetest erfolgt am Sonntagabend

Die meisten Gleise sind abgesperrt, die Ersatzbusse im Dauereinsatz. Die Bahnhofssperrung ist im vollen Gange. Die Reisenden nahmen die Situation am ersten Tag gelassen. Brenzlig könnte es heute Abend werden.

Ismail Osman
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Die Perrons des Luzerner Bahnhofs waren am Samstag gesperrt. (Bild: Dominik Wunderli, 17. November 2018)

Die Perrons des Luzerner Bahnhofs waren am Samstag gesperrt. (Bild: Dominik Wunderli, 17. November 2018)

Wer sich beim Begriff «Bahnhofssperrung» gespenstische Szenen in einer menschenverlassenen Bahnhofshalle vorstellte, wurde gestern schnell eines Besseren belehrt. Das Treiben im Luzerner Bahnhof war so emsig wie an einem beliebigen Samstag in diesem Jahr. Dennoch, dass dieses Wochenende etwas anders ablief, war unübersehbar: Der Zugang zu den meisten Gleisen blieb durch Metallabsperrungen oder rot-weisses Plastikband verwehrt. Dafür wurde auf Ersatzbusse zu den Bahnhöfen in Ebikon, Emmenbrücke und Littau verwiesen.

Die Arbeiten an den Schienen war am Samstag bereits in vollem Gange. (Bild: Dominik Wunderli, 17. November 2018)

Die Arbeiten an den Schienen war am Samstag bereits in vollem Gange. (Bild: Dominik Wunderli, 17. November 2018)

Sieben Weichen müssen ersetzt und daher der Bahnhof Luzern gesperrt werden – mit Ausnahme der Zentralbahn («Luzerner Zeitung» vom Freitag). Die Reisenden, welche gestern zum Inseli und den dort bereitste­henden Ersatzbussen gelotst wurden, nahmen die Umstände gelassen – erst recht jene Passagiere, die von SBB-Mitarbeitern ein wärmendes Säckli heisse Marroni in die Hände gedrückt bekamen.

Beim Inseli standen die Bahnersatzbusse bereit. (Bild: Dominik Wunderli, 17. November 2018)

Beim Inseli standen die Bahnersatzbusse bereit. (Bild: Dominik Wunderli, 17. November 2018)

Auch die Sprecher der SBB und VBL bestätigen auf Anfrage einen reibungslosen ersten Tag. Der eigentliche Härtetest erfolgt jedoch heute, mit dem Länderspiel Schweiz – Belgien in der Swisspor-Arena und dem Pianofestival im KKL. 

Hinweis: Eine Reportage zu den Gleisarbeiten lesen Sie in der morgigen Ausgabe der «Luzerner Zeitung».