BAHNINFRASTRUKTUR: Durchgangsbahnhof: Zentralschweizer Kantone machen Druck

Die Zentralschweizer Kantone stehen hinter dem Bahnausbauschritt 2035. Allerdings wollen sie die Vorfinanzierung des Luzerner Durchgangsbahnhofs nicht alleine tragen – und erwarten Zugeständnisse aus Bern.

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So könnte der Durchgangsbahnhof dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung PD)

So könnte der Durchgangsbahnhof dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung PD)

«Der öffentliche Verkehr in der Zentralschweiz stösst an seine Grenzen», mahnt die Zentralschweizer Konferenz der kantonalen Direktoren des öffentlichen Verkehrs (ZKöV) auf der Websitezu ihrer neuen Kampagne, die am Montag lanciert wurde.

«Damit die Zentralschweiz den Anschluss nicht verpasst», müssten der Zimmerberg-Basistunnel 2 realisiert und der Durchgangsbahnhof Luzern projektiert werden. Zusammen mit weiteren Angebotsverbesserungen in der Zentralschweiz würden damit die dringlichsten Vorhaben realisiert beziehungsweise vorangetrieben.

Vernehmlassung läuft

Die Vorhaben und Massnahmen sollen entsprechend in den Bundesbeschluss aufgenommen werden, heisst es in der Stellungnahme der ZKöV zum Ausbauschritt der Bahninfrastruktur 2030/35 weiter. Ebenso müsse für den Durchgangsbahnhof eine für die Kantone tragbare Vorfinanzierung ermöglicht werden.

Der Bundesrat hat Ende September die Vorlage zum Ausbauschritt der Bahninfrastruktur 2030/35 präsentiert. Bereits wenige Wochen später haben die sechs Zentralschweizer Kantone vom Bund verlangt, dass die Projektierung des Durchgangsbahnhofs ins Rollen kommt (Artikel vom 23. Oktober).

pd/dvm