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BAHNVERKEHR: Bundesrat bestätigt Abbau von Direktzügen von Luzern ins Tessin

Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember werden direkte Verbindungen von Luzern ins Tessin und der morgendliche Direktanschluss von Luzern nach Mailand gestrichen. Der Bundesrat sieht darin keinen Verstoss der SBB gegen gesetzliche oder konzessionsrechtliche Vorschriften.
Pendler im Bahnhof Luzern. (Bild: Manuela Jans / LZ)

Pendler im Bahnhof Luzern. (Bild: Manuela Jans / LZ)

Luzern bleibe ein zentraler Knotenpunkt, versichert der Bundesrat in der am Donnertag veröffentlichten Stellungnahme zur Interpellation des Luzerner FDP-Ständerats Damian Müller zum Fahrplanentwurf 2017.

Weil ab Dezember fünf direkte Morgenverbindungen von Luzern in den Kanton Tessin und die morgendliche Direktverbindung von Luzern nach Mailand gestrichen werden, befürchtet Müller eine Schwächung des Bahnknotens Luzern. Die SBB missachte damit die essentielle, wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung Luzerns und der Region. "Darf sie das?", wollte Müller von der Landesregierung wissen. (wir berichteten »).

Der Bundesrat hält fest, dass die Gestaltung des Angebots im nationalen und internationalen Fernverkehr in der Verantwortung der SBB liege. Interessierte Kreise würden im Fahrplanverfahren angehört. Ein Verstoss der SBB gegen gesetzliche oder konzessionsrechtliche Vorschriften würden in diesem Fall nicht vorliegen.

Zudem profitiere Luzern und die Zentralschweiz ab Dezember von einer um rund 30 Minuten kürzeren Reisezeit ins Tessin und nach Italien. Im internationalen Verkehr bleibe die heutige Direktverbindung mit Mailand bestehen, allerdings werde diese neu nicht mehr morgens sondern nachmittags angeboten.

Gleiche Befürchtungen äusserte die Luzerner CVP-Nationalrätin Andrea Gmür in einer Motion. Sie bat den Bundesrat, bei der SBB Einfluss zu nehmen, damit die Zentralschweiz nicht vom (inter)nationalen Bahnverkehrs-System abgehängt werde.

Der Bundesrat beantragt dem Parlament, die Motion abzulehnen. Es treffe zwar zu, dass mit dem Fahrplanwechsel die Zahl der direkten Züge zwischen Luzern und dem Tessin von heute 16 täglichen Zügen auf sieben Züge reduziert werde. An alle Züge, die von Zürich in Richtung Tessin und Italien fahren, bestünden in Arth-Goldau aber optimale Anschlüsse aus Luzern, hält er in der ebenfalls am Donnerstag veröffentlichten Antwort fest.

Zudem sei ab Fertigstellung des Ceneri-Basis-Tunnels eine zweite tägliche Direktverbindung Luzern-Mailand geplant. (sda)

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