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BAHNVERKEHR: Der Regioexpress bummelt zu oft

Der Regioexpress Luzern-Langnau-Bern kommt zu oft zu spät an oder fällt ganz aus. Schuld daran ist in erster Linie das veraltete Rollmaterial. Ein schneller Ersatz ist nach Angaben der BLS aber nicht möglich.
Die BLS ersetzt ihr Rollmaterial des Regioexpress vorgezogen im 2016. (Bild: Keystone)

Die BLS ersetzt ihr Rollmaterial des Regioexpress vorgezogen im 2016. (Bild: Keystone)

Der Regioexpress verkehrt stündlich zwischen Luzern und Bern. Wie der Luzerner Regierungsrat in einer Antwort auf eine Anfrage von Kantonsrat Ludwig Peyer (CVP) schreibt, waren im letzten Jahr 96 Verbindungen von einer Störung betroffen.

Genau jeder dritte Vorfall geht auf eine Störung der Triebfahrzeuge zurück. 29 Störungen gab es wegen Naturereignissen, 12 wegen Problemen mit den Sicherheitsanlagen.

Probleme mit Verlängerungen

Die Triebfahrzeuge funktionieren vor allem dann nicht wie sie sollten, wenn in den Stosszeiten die regulären Kompositionen verlängert werden. Ein Weglassen der Verstärkungsmodule sei aus Kapazitätsgründen aber nicht möglich, schreibt der Regierungsrat.

Schlecht ist auf der Linie die Verspätungsstatistik. Weniger als 91 Prozent der Regioexpresszüge verkehren pünktlich oder mit einer Verspätung von weniger als drei Minuten. Dies liegt deutlich unter dem Ziel von 95 Prozent.

In Bern ist die Pünktlichkeitsrate am höchsten (96 Prozent), in Wolhusen LU (93 Prozent) und Luzern (90 Prpzent) liegt sie tiefer. Am schlechtesten ist sie in Konolfingen BE (85 Prozent).

Die BLS setzt auf der Linie ehemaliges SBB-Rollmaterial ein, das 1973 bis 1975 als "Swissexpress"-Züge in Betrieb genommen wurde. Man sei sich einig, dass nur ein Ersatz des Rollmaterials eine nachhaltige Verbesserung ermögliche, schreibt der Luzerner Regierungsrat.

Schneller Ersatz fraglich

Für den öffentlichen Verkehr im Kanton Luzern ist der Verkehrsverbund Luzern zuständig. Der Regierungsrat schreibt in seiner Antwort, dass der Verkehrsverbund alles daran setze, damit das Rollmaterial zwischen Luzern und Bern "so frühzeitig wie möglich" ersetzt werde, auch wenn es noch verschiedene offene Punkte gebe.

Neue Züge dürfte es indes erst in sechs Jahren geben. BLS-Sprecher Michael Blum sagte gegenüber der Nachrichtenagentur sda, es werde einen ordentlichen Ersatz auf 2020 geben.

Gemäss Blum wollte die BLS das Rollmaterial des Regioexpress vorgezogen im 2016 ersetzen. Weil sich die Normen verändert haben, könnten aber Züge, die die BLS bereits im Einsatz hat, nicht nachbestellt werden. Das neue Rollmaterial muss somit über eine Ausschreibung beschafft werden.

Neben dem Rollmaterial spielt gemäss Regierungsrat auch die beschränkte Schienenkapazität bei der Zufahrt zum Bahnhof Luzern eine Rolle. Negativ auf die Pünktlichkeit wirken sich auch die Zugskreuzungen in Konolfingen aus.

Der Regierungsrat weist darauf hin, dass auf der Linie die Bahnhöfe von Wolhusen, Schüpfheim und Malters LU ausgebaut worden sind. Zudem sei geplant, den Bahnhof Littau LU so auszurüsten, dass sich kreuzende Züge gleichzeitig einfahren könnten. Dies werde zur Verbesserung der Pünktlichkeit beitragen, schreibt der Regierungsrat.

Angestrebt wird gemäss Regierung zudem, dass neben der S-Bahn mittelfristig auch der Regioexpress in Wolhusen Richtung Entlebuch und Willisau getrennt ("geflügelt") wird. Auch die Pendlerverbindung Luzern-Schachen LU soll langfristig ausgebaut werden. (sda)

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