BAHNVERKEHR: Züge nach Rangierunfall wieder im Takt

Einen Tag nach der Entgleisung dreier Güterwagen im Bahnhof Ebikon hat sich der Zugverkehr zwischen Luzern und Zürich wieder normalisiert. Am Donnerstag ab 19 Uhr rollte der Fern- und Regionalverkehr wieder nach Fahrplan. Vom Unfall betroffen waren tausende Pendler.

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Drei Güterwagen entgleisten am Mittwochnachmittag im Bahnhof Ebikon. (Bild: René Meier/ luzernerzeitung.ch)

Drei Güterwagen entgleisten am Mittwochnachmittag im Bahnhof Ebikon. (Bild: René Meier/ luzernerzeitung.ch)

Beim Rangieren im Bahnhof Ebikon entgleisten am Mittwoch gegen 15.40 Uhr aus unbekannten Gründen drei Güterwagen einer längeren Zugkomposition. Dabei wurden zwei Fahrleitungsmasten heruntergerissen. Verletzt wurde niemand.

Nach dem Unfall kam der Zugverkehr zwischen Luzern und Rotkreuz auf der Linie nach Zürich komplett zum erliegen. Der Bahnhof Ebikon wurde aus Sicherheitsgründen ebenfalls geschlossen.

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Intercity-Züge zwischen Luzern und Zürich Flughafen wurden über Olten umgeleitet. S-Bahn- und Fernverkehrszüge fielen zwischen Luzern und Rotkreuz aus. Für sie waren Ersatzbusse im Einsatz.

Zug wechselte Geleise - Unfallursache unklar

Reisende berichteten auf Twitter und gegenüber Onlinemedien von langen Wartezeiten, Hitze und vollen Bussen. SBB-Mitarbeiter verteilten stellenweise Wasserflaschen an die Wartenden. Die Linie Luzern - Zürich ist die Bahnstrecke mit der landesweit dritthöchsten Frequenz.

Nach dem Unfall hätten SBB-Mitarbeiter auch in der Nacht mit Hochdruck an den Reparaturen gearbeitet, sagte eine SBB-Sprecherin auf Anfrage. Für die umgekippten Fahrleitungsmasten hätten provisorische Pfosten verankert werden müssen. Ab Donnerstagmittag war die Unfallstelle wieder eingeschränkt befahrbar.

Die Höhe des Schadens konnte die SBB noch nicht beziffern. Die Unfallursache war am Donnerstag ebenfalls noch unklar. Die Schweizerische Unfalluntersuchungsstelle (SUST) leitete eine Untersuchung ein. Der Zug wechselte gerade die Geleise, als es zur Entgleisung kam, wie ein SBB-Sprecher am Mittwoch sagte.

sda