Bald kommt der 3-D-Stadtplan

Private werkeln schon länger an einem virtuell begehbaren Luzern. Jetzt zeigt sich: Auch offiziell war man nicht müde – die Resultate liegen bereits in Reichweite.

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In Zürich gibt es bereits ein 3-D-Stadtmodell. In der Mitte des Bildes zu sehen ist der Prime Tower im Stadtteil Zürich West, mit 126 Metern das höchste Hochhaus der Schweiz. (Bild: Stadt Zürich, Geomatik + Vermessung)

In Zürich gibt es bereits ein 3-D-Stadtmodell. In der Mitte des Bildes zu sehen ist der Prime Tower im Stadtteil Zürich West, mit 126 Metern das höchste Hochhaus der Schweiz. (Bild: Stadt Zürich, Geomatik + Vermessung)

«Wir arbeiten an einem digitalen Stadtmodell.» Das sagt Arthur Clement, Stadtgeometer und zugleich Leiter des der Stadtluzerner Baudirektion angegliederten Geoinformationszentrums (GIS), auf Anfrage. Nach dreijähriger Entwicklungszeit werde das Projekt, das 300 000 Franken kostet, voraussichtlich Ende Jahr fertiggestellt sein. «Geplant ist, das Gemeindegebiet von Luzern in 3-D im Internet für jedermann abrufbar zur Verfügung zu stellen», so Clement. Ähnlich wie vom Online-Landkartenprogramm Google Earth her bekannt, soll es möglich sein, die Stadt virtuell dreidimensional zu erkunden. Um grösstmögliche Realitätstreue zu garantieren, sei das Gebiet vom Flugzeug aus per Laserscanning vermessen und hochauflösend fotografiert worden.

Viel Zeit und Herzblut investiert

Luzern virtuell und dreidimensional: Bemühungen in diese Richtung gibt es schon länger. Bis jetzt ging die Initiative immer von Privaten aus, welche viel Zeit und Herzblut in solche Projekte investierten. Erhofft wurden positive Effekte auf den Tourismus und generell fürs Standortmarketing. Oftmals fehlte aber wegen eingeschränkter finanzieller und personeller Möglichkeiten der Schub, um die Projekte zu vervollständigen und längerfristig aufrechtzuerhalten.

Die verheissungsvollsten Resultate bis dato stammen von Leopold Huwiler von der Horwer Firma Virtual Graphixx. Er arbeitet seit mehreren Monaten daran, auf Google Earth die Altstadt virtuell nachzubauen. 250 Gebäude sollen es werden, 75 sind bis jetzt fertig. Patron ist der Quartierverein Altstadt.

Dave Schläpfer

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