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BALDEGGERSEE: Ihm gelang ein Meisterfang

Fischer Bruno Mannhart zog einen Riesenhecht an Land. Er hatte sich schon im Vorfeld für einen gewichtigen Fang gerüstet.
Carmen Desax
Fischer Bruno Mannhart präsentiert seinen 10-Kilo-Hecht, den er aus dem Baldeggersee gezogen hat. (Bild: PD)

Fischer Bruno Mannhart präsentiert seinen 10-Kilo-Hecht, den er aus dem Baldeggersee gezogen hat. (Bild: PD)

10,3 Kilogramm verteilt auf 126 Zentimeter: So die Masse des Prachtexemplars, das Fischer Bruno Mannhart (57) am Samstag aus dem Baldeggersee gezogen hat. «Das hat Spass gemacht», sagt der Baldegger lachend. Der Fang ist ihm im Rahmen des Vereinsfischens des Sportfischvereins Baldeggersee gelungen. Etwa 100 Angler haben bei diesem Wettbewerb mitgemacht. Wer den schwersten Fisch fängt, gewinnt. «Um 10 Uhr konnte ich schon wieder zusammenpacken», sagt Mannhart. So einen grossen Fisch habe er in seiner 50-jährigen Anglerkarriere noch nie gefangen. «Der Fisch wurde offiziell von der Jury gemessen und gewann den ersten Preis: den Moby-Dick-Preis», so Mannhart. Er hatte es auf einen Hecht angelegt: «Für das Vereinsfischen habe ich mir eine spezielle Methode ausgedacht.» In den letzten Wochen seien regelmässig Käferlis (Köder) von Hechten gefressen worden, doch immer brach die Schnur. «Ich fertigte mir nun eine Verstärkung an», so der Fischer. Bestückt mit Maden habe er innert kürzester Zeit zwei kleine Hechte gefangen. «Um halb zehn kam dann der Hammerbiss.» Ein befreundeter Berufsfischer habe den grossen Hecht gleich vor Ort filetiert. «Das war für alle ein Spektakel.»

Eine echte Seltenheit

Was jetzt mit dem 10-Kilo-Exemplar geschieht, ist schon klar: Er wird im Kochtopf landen: «Das gibt dann ein Festessen», sagt Mannhart. Er rechnet, dass der Hecht zwischen 12 und 15 Jahre alt war. «Pro Jahr ein Kilo», so der Experte. Der Bauch des Fisches war leer. «Hätte er gefressen, hätte man noch mal drei Kilo dazu zählen können.» Das sei schon ein kapitaler Hecht, sagt auch Thomas Küng, kantonaler Fischereiaufseher. «Durchschnittlich sind die im Baldeggersee gefischten Hechte mit ein bis zwei Kilogramm deutlich kleiner, sagt Marianne Baruffa von Pro Natura Luzern.

Ideale Umgebung für Hechte

Im Kanton Luzern wird übrigens kein heimischer Fisch so gross und schwer wie der Hecht. Gelegentlich werden sogar solche mit einem Gewicht zwischen 15 und 20 Kilogramm gefangen. Das Wachstum der Hechte ist erstaunlich, starten sie doch als wenige Millimeter grosse, blinde und schwimmunfähige Larven ins Leben. Frisch geschlüpfte Hechte entwickeln sich zwischen Schilfhalmen und Unterwasserpflanzen. «Deshalb sind das Nord- und Südende sowie diverse Uferabschnitte des Sees als Sperrzone ausgeschildert», erklärt Baruffa. Die Fische können sich so optimal entwickeln. Bereits nach einem Jahr kann der Raubfisch eine Länge von 40 bis 50 Zentimetern erreichen. «Der Hecht kommt in stehenden Gewässern vor», so Ba-ruffa. Dazu gehören im Kanton Luzern neben dem Baldeggersee unter anderem der Vierwaldstättersee und der Sempachersee.

Erfolgreiche künstliche Belüftung

Dass im rund fünf Quadratkilometer grossen Baldeggersee derartige Fische heranwachsen, ist erstaunlich. Noch in den 1980er-Jahren war er klinisch tot und der Fischbestand auf ein Minimum reduziert. Bereits 1940 wurde der schweizerische Bund für Naturschutz (heute Pro Natura) Besitzerin des Sees. Eine Vielzahl an Massnahmen zur Rettung des Sees wurden ergriffen, so auch eine künstliche Belüftung. Das Gewässer erhielt deshalb den Übernahmen «best-untersuchter See der Welt».

Carmen Desax

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