BALLWIL: Armee sprengt Jugendhaus in Ballwil

Die Schweizer Armee hat ein altes Jugendhaus in die Luft gesprengt - wegen einer Kommunikationspanne eine Viertelstunde früher als geplant.

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Thierry Breitenstein begutachtet die Trümmer des ehemaligen Jugend- und Vereinshauses an der Morgenhalde in Ballwil. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)

Thierry Breitenstein begutachtet die Trümmer des ehemaligen Jugend- und Vereinshauses an der Morgenhalde in Ballwil. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)

Das dreistöckige Haus aus Holz und Backstein wurde am Donnerstagmittag mit 10 Kilo Sprengstoff in Trümmer gelegt. Die Mauern seien so zusammengefallen, wie das geplant gewesen sei. Rundherum habe es keine Schäden gegeben, sagte Jonas Ueltschi, Kommandant des Gebäudesprengkurses der Armee, der für die Sprengung verantwortlich war.

Hunderte Schaulustige

Mehrere hundert Schaulustige, darunter viele Schüler, haben das Spektakel beobachtet. Einige Besucher verpassten das Spektakel, weil die Sprengung wege

n einer Kommunikationspanne zu früh erfolgt.

Die Sprengung war laut dem Einladungsschreiben der Schweizer Armee auf 11.15 Uhr terminiert, doch bereits um 11 Uhr erfolgte die Sprengung.

Militärische Übung

Die Sprengung fand im Rahmen eines militärischen Gebäudesprengkurses der Rettungstruppen statt. Teilgenommen hatten neben Zivilpersonen auch Vertreter der Deutschen Bundeswehr, des österreichischen Bundesheeres und der französischen Streitkräfte.

Im Einsatz standen 11 Kursteilnehmer sowie 14 Sappeure. Die Sprengung wurde während zwei Wochen vorbereitet. Die Sprengtechniker der Armee würden pro Jahr rund ein halbes Dutzend solcher Sprengungen zu Übungszwecken durchführen, sagte Kurskommandant Jonas Ueltschi.

Auf dem rund 700 Quadratmeter grossen Areal Morgenhalde in Ballwil beginnt nun die Abtragung der Gebäudetrümmer. Danach soll auf dem Grundstück ein neues Pfadi- und Jugendhaus entstehen.

rem/sda