BALLWIL: Der Mammutstosszahn ist wieder da

Der Mammutstosszahn von Ballwil kommt zurück ins Seetal! Nach einjähriger Restaurierungszeit wird er im Rahmen der Sonderausstellung «Lebensspuren. Archäologie im Seetal» auf Schloss Heidegg präsentiert.

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Der Mammutzahn von Ballwil. (Bild pd)

Der Mammutzahn von Ballwil. (Bild pd)

Mitte September 2006 wurde in der Kiesgrube Lötscher in Ballwil der Stosszahn eines Mammuts entdeckt. Der Fund erregte in den Medien über die Grenzen der Schweiz hinaus Aufsehen. Es handelt sich um den rechten, 1,8 Meter langen Stosszahn eines ausgewachsenen Mammuts.

Der Aufmerksamkeit des Baggerführers Edgar Wirz («Mammut-Edi») ist es zu verdanken, dass der Zahn nicht vom Bagger aus der Kieswand gerissen wurde, wie dies üblicherweise bei derartigen Funden geschieht. So konnte der Zahn in Fundlage untersucht und sorgfältig geborgen werden.

Mammut wurde wohl nicht von Menschen getötet
Der Mammutstosszahn wurde in einer Warmphase der letzten Eiszeit zwischen 60'000 und 28'000 Jahre vor der heutigen Zeit abgelagert. In dieser Zeit zogen sich die Gletscher in die Voralpen zurück, die Gegend von Ballwil wurde von gewaltigen Gletscherflüssen überspült, welche hier grosse Kiesmassen deponierten.

Es gibt keine Hinweise darauf, dass das Mammut von Ballwil von Menschen erlegt worden sein könnte. Trotzdem war der Mensch in dieser Zeit in unserer Region anwesend: der Neandertaler lebte in Europa zwischen 200'000 und 30'000 Jahre vor der heutigen Zeit. Die einzige Neandertaler-Fundstelle im Kanton Luzern ist die Höhle Steigelfadbalm in Vitznau.

ana