BASEL-/BERNSTRASSE: Wohnqualität im Multikulti-Quartier verbessern

Die Wohnqualität im multikulturellen Luzerner Quartier Basel-/Bernstrasse soll besser werden. Der Stadtrat will deshalb das Entwicklungsprojekt um drei Jahre verlängern und im Hinblick auf die Fusion seine Quartierpolitik verstärken.

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Die Wohnqualität an der Baselstrasse soll laut Stadtrat verbessert werden. (Archivbild Fabienne Arnet/Neue LZ)

Die Wohnqualität an der Baselstrasse soll laut Stadtrat verbessert werden. (Archivbild Fabienne Arnet/Neue LZ)

Das Projekt Basel-/Bernstrasse Luzern (BaBeL) war 2001 von der Hochschule Luzern und der Stadt gestartet worden. Seit 2007 wird es von einem Verein getragen. Die Stadt unterstützte das Vorhaben mit jeweils rund 100'000 Franken jährlich.

Für die Jahre 2009 bis 2011 beantragte der Stadtrat am Freitag dem Grossen Stadtrat einen Kredit von total 360'000 Franken. Er begründet die Erhöhung damit, dass es für den Verein schwieriger geworden sei, von dritter Seite Gelder zu erhalten. Dass BaBeL weitergeführt werden muss, steht für den Stadtrat ausser Zweifel. In der bisherigen Projektzeit konnte vor allem im soziokulturellen Bereich etwas erreicht werden können. Bei den Infrastrukturen sind die Fortschritte kleiner.

Mit der Entwicklung der Basel-/Bernstrasse soll die Bevölkerung nicht verdrängt werden. Vielmehr soll das Quartier seinen multikulturellen Charakter bewahren. Angestrebt wird, dass sich dort mehr Menschen langfristig niederlassen. Verbessert werden soll deshalb die Verkehrssituation und die Qualität der Wohnungen. Auch hofft der Stadtrat, den Ruf des Quartiers verbessern zu können.

Geografisches Zentrum
Das Quartier liegt am Rande der heutigen Stadt, wird aber mit der Fusion von Luzern mit Littau zum geografischen Zentrum der neuen Stadt. Das benachbarte Littauer Quartier Fluhmühle leidet unter ähnlichen Problemen. Für die Fluhmühle wird im Rahmen der Fusionsarbeiten ebenfalls ein Entwicklungskonzept erarbeitet.

Weil die Stadt wächst, will der Stadtrat eine eigentliche Quartierpolitik aufziehen. Die Stadt mache zwar vieles, was unter dem Titel Quartierpolitik subsummiert werden könne, sie habe dafür aber kein eigentliches Konzept, schreibt der Stadtrat.

Eine verwaltungsinterne Arbeitsgruppe hat sich diesem Thema angenommen. Dabei geht es um die Aufteilung der Stadt in Quartiere, die Kommunikation und Zusammenarbeit, um die Frage dezentraler städtischer Einrichtungen oder um die Quartierentwicklung.

sda