BASEL/MONTREUX: Ebikoner Gemeindepräsident rockt mit Stephan Eicher

21 Musiker aus der Zentralschweiz haben mit Stephan Eicher zwei grosse Auftritte gefeiert. Eine spezielle Rolle spielte dabei der Gemeindepräsident von Ebikon.

Christian Hodel
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Stephan Eicher (rechts) mit Zentralschweizer Musikern am Konzert vom 10. Juli in Basel. Ganz links: Daniel Gasser, Gemeindepräsident von Ebikon, an der Trompete. (Bild: PD/Tobias Sutter)

Stephan Eicher (rechts) mit Zentralschweizer Musikern am Konzert vom 10. Juli in Basel. Ganz links: Daniel Gasser, Gemeindepräsident von Ebikon, an der Trompete. (Bild: PD/Tobias Sutter)

Ferien einmal anders: Vier Tage lang hat Daniel Gasser, Gemeindepräsident von Ebikon und CVP-Kantonsrat, die Politik auf die Seite geschoben. Bis am Sonntag tourte Gasser, der Trompete spielt, mit dem Musiker Stephan Eicher durch die Schweiz. Zwei Konzerte standen an: eines am «Summerstage» in Basel (10. Juli) und eines am Montreux Jazz Festival (12. Juli). «Mit Stephan Eicher auf der Bühne zu stehen war ein Erlebnis.» Ein Ritterschlag? «4000 Zuschauer hörten in Montreux zu. Dieser Aufritt bleibt für mich unvergesslich.»

Gasser arrangierte Eichers Werke

Neben Gasser waren in der Projektband namens «Eichhorns» 20 weitere Musiker aus der Zentralschweiz involviert. Gasser, der Schulmusik studiert und bis 2012 die Musikschule Ebikon geleitet hat, spielte dabei eine ganz spezielle Rolle. Er war neben den Zentralschweizern Musikern Pirmin Hodel und Thomas Gabriel einer der Arrangeure der zwölf gespielten Kompositionen.

Einen ersten Kontakt mit Eicher hatte Gasser bereits vor zehn Jahren. Damals war er Aktivmitglied der Ebikoner Guuggenmusik Näbelhüüler und spielte im Sommer 2004 unter dem Vordach des KKL. Eicher wiederum probte zur selben Zeit im Konzertsaal und hörte bei einer Pause den für einen Berner eher seltsamen Klängen zu. «Er war fasziniert von der Kraft und dem Groove unserer Musik», sagt Gasser. Es war der Beginn einer musikalischen Freundschaft. 2013 folgten in Köniz und Zürich zwei Auftritte von Eicher mit den «Näbelhüülern», wie Peter Schamberger sagt, der die Projektband für Basel und Montreux organisiert hat und selber mitspielte. «Unsere Band setzt sich aus einer bunten Truppe von Profimusikern und engagierten Laien zusammen und hat mit den ‹Näbelhüülern› nichts mehr zu tun.» An drei Tagen haben die Musiker in einem Tonstudio in Stalden OW die Kompositionen einstudiert, bevor sie mit Eicher und dessen Band an zwei Nachmittagen «alles zusammenfügten und die Feinabstimmungen vornahmen».

Eicher war beeindruckt

Ein Erlebnis war das Projekt auch für Eicher, wie sein Manager Roger Guntern auf Anfrage sagt. «Die Musiker aus der Zentralschweiz sind ihm ans Herz gewachsen.» Vor allem die enorme Spielfreude habe den Rockmusiker und Chansonnier beeindruckt, der derzeit in den Ferien weilt. «Das Projekt war zwar weit weg von einer Guuggenmusig wie ein Jahr zuvor. Jedoch ist deren Charme geblieben.» Bei so viel Lob: Plant Eicher einen weiteren Auftritt mit den «Eichhorns»? «Ein weiteres Projekt ist durchaus denkbar», sagt Guntern. Geplant sei derzeit aber noch nichts. Gasser jedenfalls wäre einem weiteren Projekt nicht abgeneigt. «Es ist eine Ehre, von einem so bekannten Schweizer Künstler angefragt zu werden». Doch zuerst mache er jetzt Ferien und kümmere sich dann wieder um den politischen Alltag.

Live-Aufnahmen von Stephan Eicher in Montreux sehen Sie auf www.luzernerzeitung.ch/bonus