BASELSTRASSE: Bewohner können erst in drei Monaten zurück

Der Hang an der Baselstrasse, der vergangenen Samstag abgerutscht ist, wird nun mit einem Stahlnetz gesichert – es hat viel mehr lockere Erde als erwartet. Das hat für die evakuierten Bewohner Folgen.

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Bäume lehnen sich an der Baselstrasse 39 gegen die Fassade. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Bäume lehnen sich an der Baselstrasse 39 gegen die Fassade. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Nach dem Hangrutsch an der Baselstrasse sind aus Sicherheitsgründen vergangenen Montag 54 Bäume gefällt und per Helikopter aus dem gefährdeten Gebiet geflogen worden. Gestern Dienstag wurden Stahlpalisaden in den Hang geflogen. Sie stellen den provisorischen Schutz der Häuser während der weiteren Arbeiten.

Bis zu sechs Meter tief
Die Ergebnisse der von Geologen durchgeführten Sondierbohrungen zeigen nun, dass über dem Fels in einer Dicke von stellenweise bis zu sechs Metern lockeres Material liegt, das abzurutschen droht, wie die Stadt Luzern mitteilt. Dies ist wesentlich mehr, als die ursprünglich geschätzten 50 bis 100 cm lockeres Material. Es ist deshalb eine Sicherung des Hanges mit einem rostfreien Stahlnetz erforderlich , das mit Stahlankern am Hang befestigt wird. Erst wenn diese Sicherungsarbeiten durchgeführt worden sind, können die 18 evakuierten Wohnungen wieder freigegeben werden. Es ist mit einer Sperrung der Wohnungen von gut drei Monaten zu rechnen. Die zuständige Hausverwaltung koordiniert die Unterbringung der betroffenen Personen.

Die Kosten für diese Sofortmassnahmen belaufen sich auf rund 200'000 Franken. Für die Sicherung des Hanges mit dem Stahlnetz rechnen die beigezogenen Experten mit Kosten von rund 1?200'000 Franken. Finanziert werden diese Massnahmen in erster Linie durch Kantonsbeiträge in der Höhe von rund 50 Prozent sowie durch den Liegenschaftseigentümer.

Status: «Mittlere Gefährdung»
Das Rutschgebiet ist in der Gefahrenkarte der Stadt Luzern als «mittlere Gefährdung» markiert. Die Stadtverwaltung Luzern arbeitete zusammen mit dem Kanton bereits an einem Projekt zur Sicherung des Hangs in diesem Gebiet. Das Ereignis kam diesen Arbeiten zuvor. Die Sanierung des ganzen in der Gefahrenkarte der Stadt markierten Hanges wird nun vorangetrieben. Die beim Einsatz und den Sondierbohrungen gewonnen Erkenntnisse liefern eine wertvolle Basis für die weiteren Arbeiten.

scd