Bau des Gasthauses Hergiswald verzögert sich

Der Bau des neuen Gasthauses bei der Wallfahrtskirche Hergiswald in Kriens verzögert sich weiter. Das Luzerner Verwaltungsgericht hat eine Beschwerde gutgeheissen und die Baubewilligung aufgehoben.

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So sieht der geplante Neubau aus. (Bild: PD)

So sieht der geplante Neubau aus. (Bild: PD)

So sieht der geplante Neubau aus. (Bild: PD)

So sieht der geplante Neubau aus. (Bild: PD)

Die Albert Koechlin Stiftung AKS will das alte Gasthaus in Hergiswald für rund 6 Millionen Franken durch einen Neubau ersetzen. Dagegen machte sich Opposition breit. Unter anderem wurde gefordert, das alte Gebäude zu erhalten. Anfang 2010 erteilte der Gemeinderat unter bestimmten Auflagen die Baubewilligung für den Neubau. Dagegen erhoben der Landschaftsschutzverband Vierwaldstättersee (LSVV) und die Stiftung Archicultura Beschwerde.

Zum zweiten Mal vor Verwaltungsgericht

Das Verwaltungsgericht trat auf die Beschwerde nicht ein. Doch das Bundesgericht wies die Sache zur Neubeurteilung zurück. Am Mittwoch hat das Verwaltungsgericht nun bekanntgegeben, dass es die Beschwerde der Stiftung Archicultura gutgeheissen und die Baubewilligung aufgehoben habe.

Bund sei zuständig

Nach Ansicht der Verwaltungsrichter ist die Überprüfung eines Bauvorhabens an einem derart exponierten Standort eine Bundesaufgabe. Es gehe dabei um die Nähe zur Wallfahrtskirche, um eine Landwirtschaftszone mit touristischem Schwerpunkt sowie ein inventarisiertes Ortsbild von nationaler Bedeutung.

Laut Urteil muss das das Bauprojekt daher der Eidgenössischen Fachstelle für Natur- und Heimatschutz unterbreitet werden. Das sei aber nicht geschehen. Mangels Beschwerdebefugnis nicht eingetreten ist das Verwaltungsgericht dagegen auf die Verbandsbeschwerde des LSVV.

sda