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Vom Blitz getroffen – der verletzte Bauarbeiter konnte das Spital verlassen

Dem Bauarbeiter, der am Mittwoch auf einer Baustelle in Kriens vom Blitz getroffen worden ist, geht es wieder besser. André Amberg, Inhaber des gleichnamigen Bauunternehmens, bedauert den Unfall auf seiner Baustelle.
Marc Benedetti
Eine Gewitterzelle mit Blitz und Donner im Gebiet Pilatus. (Symbolbild Archiv LZ)

Eine Gewitterzelle mit Blitz und Donner im Gebiet Pilatus. (Symbolbild Archiv LZ)

Am Anfang war ein eindrücklicher Regenbogen – er reichte vom Pilatus bis zum Sonnenberg. So harmlos kündigte sich am vergangenen Mittwoch um 6.45 Uhr eine kurze, aber heftige Gewitterfront an (wir berichteten). Auch in Kriens an der Nidfeldstrasse, wo das Bauunternehmen Amberg den neuen Prodega-Abholmarkt erstellt.

An diesem Morgen hätte auf der Baustelle nichts auf ein starkes Gewitter hingewiesen, sagt Firmeninhaber André Amberg gegenüber unserer Zeitung. «Es blitzte nicht, man sah den Regenbogen, dann begann es ein wenig zu regnen. Es folgte ein gewaltiger Knall. Der erste Blitz schlug in unseren Kran ein. Der Ausleger des Krans leuchtete hell», schildert Amberg das Ereignis im Rückblick.

Dabei wurde ein 37-jähriger Mitarbeiter, der im gleichen Moment am Boden Material am Haken des Kranes einhängte, verletzt. Der Rettungsdienst 144 brachte den Mann umgehend ins Spital, er hatte Lähmungserscheinungen an den Beinen. Für die Baufirma ist der Vorfall unangenehm. Amberg: «Für unsere Mitarbeiter auf der Baustelle war es ein Schock. Der Kollege lag am Boden, schrie und spürte seine Beine nicht mehr.»

Laut dem Firmeninhaber ist der Bauarbeiter am Freitagmorgen wieder aus dem Spital entlassen worden. «Es geht ihm bereits viel besser, was uns alle freut. Glücklicherweise hat er keine Verbrennungen davon getragen», fügt der Patron hinzu.

Auf dieser Baustelle in Kriens wurde der Bauarbeiter durch einen Blitz verletzt. (Bild: Leserreporter)

Auf dieser Baustelle in Kriens wurde der Bauarbeiter durch einen Blitz verletzt. (Bild: Leserreporter)

Laut Amberg hätte es viel schlimmer ausgehen können. «Unser Kran war aber perfekt geerdet, wofür wir viele Komplimente erhalten haben. Wir legen viel Wert auf eine korrekte Installation.» Ein Grossteil der gewaltigen Energie wurde deshalb – wie bei einem Blitzableiter – ins Fundament des Krans und von dort ins Erdreich abgeleitet. Der andere Teil traf den Bauarbeiter. Dem Kranführer passierte nichts.

Die juristische Seite

Zum konkreten Fall kann sich Simon Kopp, der Sprecher der Luzerner Staatsanwaltschaft, wegen des laufenden Verfahrens nicht äussern. «Es wird noch geprüft, wie es in diesem Fall weitergeht und ob eine Strafuntersuchung eingeleitet wird oder nicht», sagt er auf Anfrage. Die Polizei habe den Vorfall rapportiert. Bei Arbeitsunfällen müsse generell die Frage der Selbstverschuldung geklärt werden, erklärt Kopp. «Die Frage ist, ob jemand bei solchen meteorologischen Bedingungen noch weiter arbeiten darf, oder allenfalls angewiesen wurde zu arbeiten.»

Laut André Amberg ist der verletzte Handwerker kein fixer Mitarbeiter des Bauunternehmens. Er sei nach seiner Entlassung aus dem Spital krankgeschrieben. Am Montag werde er aber wahrscheinlich bereits wieder arbeiten.

In anderen Medienberichten wurde die Frage aufgeworfen, zu welchem Zeitpunkt die Arbeiter eine Baustelle verlassen und sich in Sicherheit bringen sollten. «Wenn es richtig fest windet, stürmt und blitzt, suchen sich unsere Mitarbeiter natürlich eine andere Beschäftigung auf der Baustelle», sagt André Amberg.

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