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Baubewilligung für Tramhüsli liegt vor - aber es fehlen immer noch 200'000 Franken

Im Oktober beginnen die Sanierungsarbeiten am denkmalgeschützten Tramhüsli in Emmenbrücke. Die Stiftung sucht allerdings immer noch Geld dafür. Am 1. April 2019 soll der Betrieb mit Bar eröffnet werden.
Roman Hodel
Das Tramhüsli wird ab Oktober saniert und soll im nächsten April als Gastro- und Kulturbetrieb eröffnet werden. (Bild: Nadia Schärli / 3. November 2017)

Das Tramhüsli wird ab Oktober saniert und soll im nächsten April als Gastro- und Kulturbetrieb eröffnet werden. (Bild: Nadia Schärli / 3. November 2017)

Die Stiftung Tramhüsli hat die Baubewilligung für die Sanierung des gleichnamigen Gebäudes in Emmenbrücke erhalten. Die Arbeiten beginnen am kommenden 1. Oktober. «Das ist natürlich ein Glücksmoment für alle, die im Stiftungsrat tätig sind und das Tramhüsli zum Leben erwecken wollen», wird Stiftungspräsident Urs Rudolf in einer Medienmitteilung vom Mittwoch zitiert. Die Verträge zur Gesamtfinanzierung und zur Miete sowie der Dienstbarkeitsvertrag mit der Viscosistadt seien unterzeichnet.

Bei Gesamtkosten von 1,6 Millionen Franken ist die Stiftung auf eine massgebliche Fremdfinanzierung angewiesen. Diese ist zwar nun sichergestellt, aber es braucht zusätzliche Eigenmittel von 200'000 Franken. Der Stiftungsrat ist gemäss der Mitteilung zuversichtlich, dass auch dieses Ziel erreicht wird. Bereits bei einem Crowdfunding im vergangenen Jahr waren rund 100'000 Franken zusammengekommen.

Eintreiben will man das fehlende Geld über den Verein «Pro Tramhüsli», wo Tramhüsli-Fans mit einem «angemessenen Jahresbeitrag» Mitglied werden können. Ausserdem stellt der Stiftungsrat Beitragsgesuche an Stiftungen und Privatpersonen.

Es soll nicht bloss ein Gastrobetrieb werden

Erst seit Kurzem steht das Tramhüsli unter Denkmalschutz (wir berichteten). Die Auflagen und Anregungen der Denkmalpflege sind gemäss der Medienmitteilung in die Planung eingeflossen. Das Projekt sieht vor, das Tramhüsli umzubauen und zu erweitern. Der Grundriss wird wieder vervollständigt. Dadurch entsteht für die Nutzung mehr Innenraum.

Die IG Arbeit wird im Tramhüsli einen Treffpunkt als Bar-Cafeteria betreiben, welche – ausser in der kalten Jahreszeit – auch auf der Aussenfläche genutzt werden kann. Der Betrieb wird voraussichtlich am 1. April 2019 eröffnet. Es soll aber nicht einfach ein Gastrobetrieb werden, sondern ein kultureller Treffpunkt. Zurzeit wird an einem Konzept gearbeitet.

Ursprünglich hätte der Betrieb pünktlich zum Start der Fussball-WM Mitte Juni eröffnet werden sollen. Verhandlungen und Gespräche dauerten jedoch länger als erhofft. Quasi als Vorgeschmack auf den künftigen Betrieb plant der Stiftungsrat aber die Übertragung eines Spiels der Fussball-WM auf Grossleinwand mit einem provisorischen Gastrobetrieb. Zum Anlass seien alle eingeladen. Konkreteres wird der Stiftungsrat später kommunizieren.

Einer der letzten Zeitzeugen des Trams

Erst 2015 entging die ehemalige Tramendstation knapp dem Abriss. Mit Spendengeldern über 300'000 Franken wurde das Tramhüsli am Centralplatz um fünf Meter in Richtung Kleine Emme verschoben und machte Platz für die Neugestaltung der Gerliswilstrasse.

Das Tramhüsli ist einer der letzten erhaltenen Zeitzeugen der eingestellten Luzerner Trambahn. Während 62 Jahren, von 1899 bis 1961, verkehrten auf den Strassen der Stadt und der Agglomeration Luzern Trams. Danach wurden sie unter anderem aus Kostengründen durch Trolleybusse ersetzt.

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