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BAUEN: Schenkon plant weitsichtig

Im Dorfteil Zellfeld sollen in den nächsten 15 Jahren rund 120 neue Wohnungen entstehen. Im April geht der Gestaltungsplan zur Vorprüfung an den Kanton.
Ernesto Piazza

Ernesto Piazza

ernesto.piazza@luzernerzeitung.ch

Die Pläne sind weitsichtig und mit einem gewissen Ehrgeiz behaftet: Schenkon beabsichtigt, in den nächsten rund 15 Jahren um zirka 10 Prozent zu wachsen. Im Gebiet Zellfeld sollen auf einer ­Fläche von 16 600 Quadratmetern 120 Wohnungen entstehen. Dadurch bekäme die aktuell 2800 Einwohner zählende Gemeinde rund 300 neue dazu. «Das entspräche in etwa einer jährlichen Zunahme von 1 Prozent, das uns der kantonale Richtplan auch erlaubt», erklärt Gemeindepräsident Patrick Ineichen (CVP).

Mit dem Projekt wird zudem beabsichtigt, der verdichteten Bauweise Rechnung zu tragen. So sieht der ausgearbeitete Gestaltungsplan vor, die in diesem überbauten Teil des Zellfelds bisher geltende Ausnützungsziffer von 0,5 auf 0,95 anzuheben. Dies entspräche ebenfalls dem Entscheid des Schweizer Stimmvolkes, sagt Ineichen. Im Jahre 2013 hatte der Souverän nämlich das neue Raumplanungsgesetz angenommen und sich dabei für einen achtsamen Umgang mit unseren Bodenressourcen ausgesprochen.

Siedlung mit drei- bis sechsgeschossigen Bauten

In das geplante Projekt sind sechs Parteien involviert. Unter anderem geht es um die Landparzelle der Gemeinde, auf der sich die heutige Tenniscenter-Anlage befindet. Die übrigen Grundstücke sind in Privatbesitz. «Wir hatten viele Gespräche mit den Eigentümern», betont Patrick Ineichen. Mittlerweile habe man mit ihnen aber einen erfolgversprechenden Weg gefunden. Das Architekturbüro Dost aus Luzern präsentiert als Wettbewerbsgewinner eine kleine Siedlung mit drei- bis sechsgeschossigen Gebäuden. Die Bauten würden etappiert realisiert. Wobei aber auch zu sagen ist: Die Gemeinde hat zwar von den Eigentümern die Zustimmung für das Projekt eingeholt, eine Baupflicht besteht für sie deswegen nicht. «Wenn einer das Bedürfnis hat, das darauf stehende Gebäude noch stehen zu lassen, kann er das tun», bekräftigt Ineichen. Beim Tenniscenter beispielsweise läuft noch ein neunjähriger Pachtvertrag.

Der Familie Limacher gehört das Grundstück neben dem Tennisareal. «Sie möchte möglichst schnell mit den Arbeiten beginnen», erklärt Patrick Ineichen. Ob die Eigentümer dies in Eigenregie machen oder ob sie das Grundstück einem bauwilligen Investor verkaufen, bleibe ihnen überlassen. «Allerdings muss man sich an das Gesamtkonzept im Rahmen des Richtplans halten.» Neben dem primären Aspekt Wohnen sind auch Dienstleistungsangebote oder eine Kindertagesstätte möglich. Durch eine Tiefgarage sollen die einzelnen Parzellen miteinander verbunden werden. Weiter sind Grünflächen und öffentliche Plätze geplant. «Diese Komponenten sollen Bestandteil des Areals und somit eines homogenen Gesamtgefüges sein», sagt der Gemeindepräsident.

Gemeinde kommt für Vorinvestition auf

Als Verfechter einer regional greifenden Verkehrspolitik ist Patrick Ineichen das Mobilitätskonzept – vor allem was den ÖV betrifft – «extrem wichtig». Er sagt: Die Siedlung sei auf anderthalb Parkplätze pro Wohnung ausgerichtet. Die zuweilen für Velofahrer gefährliche Strassenquerung am Zellfeld-Kreisel soll im Zuge der Überbauung durch eine Routenänderung eliminiert werden. Geplant ist auch, die sich in unmittelbarer Nähe des Kreisels befindende Bushaltestelle einige Meter Richtung Schenkoner Ladenstrasse/Coop zu verlegen.

Die Kosten für die Vorfinanzierung des Raumplaners sowie den Architekturwettbewerb belaufen sich für die Gemeinde auf zirka 250 000 Franken. Diesen Betrag müssen Eigentümer oder Investoren, sollten sie sich entscheiden zu bauen, in Form von Perimeterbeiträgen zurückzahlen. «Die Summe stellt für Schenkon kein eigentliches Risiko dar und rechnet sich auch längstens», sagt Ineichen. Zudem könne man das Projekt inhaltlich, gestalterisch und organisatorisch massgebend begleiten. «Ich bin guten Mutes, dass diese Wohnform eine Zukunft hat.» Im Verlaufe des Aprils geht der Gestaltungsplan an den Kanton zur Vorprüfung. Am 21. August will ihn der Gemeinderat öffentlich auflegen. Im November soll dann das Volk an der Gemeindeversammlung dar­über befinden. «Wir hoffen, dass der Regierungsrat im Januar/Februar 2018 definitiv darüber entscheidet», so Ineichen.

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