Baukommission stimmt der Sanierung der Schulanlage St. Karli zu – Teilrevision der Zonenordnung soll vors Volk kommen

Die Teilrevision der Bau- und Zonenordnung (BZO) der Stadt Luzern soll vors Volk kommen. Die städtische Baukommission will sie dem obligatorischen Referendum unterstellen. Eine knappe Mehrheit stimmt dem Gesamtpaket zu.

Drucken
Teilen
Die Schulanlage St. Karli soll sarniert werden.

Die Schulanlage St. Karli soll sarniert werden.

Bild: Nadia Schärli, 20. April 2020)

(sre/sda) Die Baukommission des Grossen Stadtrates hat an ihren Sitzungen vom 7. und 28. Mai die Teilrevision der Bau- und Zonenordnung (BZO) Stadtteil Luzern beraten. Dies teilt die Stadt Luzern mit. Bei dieser Teilrevision gehe es um Einzelanliegen mit besonders gewichtigen öffentlichen Interessen wie die Förderung des gemeinnützigen Wohnungsbaus, die Stärkung des Wirtschaftsstandorts Luzern und die Sicherung von Freiräumen. Die Kommission hat sich im Detail mit verschiedenen Änderungen des Bau- und Zonenreglements, Änderungen des Zonenplans sowie mit 23 Einsprachen befasst.

Zwar seien einzelne Kommissionsmitglieder mit bestimmten Anliegen oder Umzonungen nicht einverstanden gewesen. Ein Rückweisungsantrag des Berichts und Antrags wurde aber deutlich abgelehnt, wie die Baukommission am Mittwoch mitteilte. Eine erneute öffentliche Auflage und eine Verzögerung verschiedener Projekte sei zu vermeiden.

Zu diskutieren habe vor allem die Frage des öffentlichen Interesses bei den Umzonungen Würzenbachmatte, Luzerner Kantonalbank und CSS gegeben. Ebenfalls umstritten war der Verzicht auf die Zonenänderung beim Areal Rösslimatt. Die Baukommission verabschiedete zwei Aufträge an den Stadtrat, welche verlangen, beim Urnerhof sowie bei einer zonenrechtlichen Regelung von professionellen Airbnb-Wohnungen möglichst rasch vorwärts zu machen. Schliesslich habe sie mit einer deutlichen Mehrheit beschlossen, die Teilrevision der BZO dem obligatorischen Referendum zu unterstellen und dabei die Umzonung der Würzenbachmatte als separate Abstimmungsfrage vorzusehen.

St. Karli Neubau teurer als geplant

An ihrer Sitzung vom 28. Mai behandelte die Baukommission zudem den Bericht und Antrag «Schulanlage St. Karli: Sanierung und Erweiterungsneubau. Sonderkredit für die Ausführung». Das Architekturkonzept stiess auf breite Zustimmung. Die zentrale Frage bei diesem Projekt sei die Abwägung von Anliegen des Denkmalschutzes gegenüber energetischen Massnahmen.

Der Neubau fällt mit 22,35 Millionen Franken drei Millionen teurer aus, als geplant. Daher strich die Kommission die Kosten für Kunst am Bau, was eine Reduktion von rund 100'000 Franken ausmacht. Der reduzierte Sonderkredit von 22,240 Mio. Franken wird dem Parlament ohne Gegenstimme zur Zustimmung empfohlen.

Einmal mehr sei die Kommission mit der Qualität des Berichts und Antrags und den Abklärungen zum Thema der energetischen Sanierung nicht zufrieden gewesen. Aussagen in den Unterlagen hätten sich auf Nachfrage von Kommissionsmitgliedern als nicht korrekt erwiesen und mussten korrigiert werden.

Im Weiteren verabschiedete die Baukommission den Bericht und Antrag: «Strassensanierung Ruflisbergstrasse. Sonderkredit für die Ausführung» sowie den Bericht und Antrag «Strassensanierung Blattenmoos-/Sonnen-/Schulhausstrasse. Sonderkredit für die Ausführung» einstimmig. Es handle sich dabei um nachvollziehbare und notwendige Projekte.