Stadt Luzern soll mehr Ladestationen für E-Autos und ein neues Parking am Bahnhof erhalten

Die Baukommission des Grossen Stadtrats hat sich zum «Konzept Autoparkierung» der Stadt Luzern geäussert. Gleichzeitig stellt die SVP in einer Motion Forderungen.

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(jus/rk) Mit dem Konzept Autoparkierung will der Luzerner Stadtrat die Zahl der Kurzzeitparkplätze (maximal 1 Stunde) in der Innenstadt erhöhen. Im Gegenzug sollen weniger Dauerparkplätze zur Verfügung stehen. Zudem sollen die Parktarife steigen – von 2 bis 2,50 Franken auf 3 Franken pro Stunde (wir berichteten). Nun hat die Baukommission des Grossen Stadtrats das Konzept behandelt. Die Mehrheit ist mit der Stossrichtung des Stadtrats grundsätzlich einverstanden. Allerdings verlangt die Kommission einige Anpassungen. So sollen die Preise für die Dauerparkkarten um einen Drittel erhöht werden sollen.

Auch der Umstieg zur Elektromobilität soll gefördert werden. Die Baukommission fordert den Stadtrat auf, sich für Ladestationen im öffentlichen Raum (u.a. in Parkhäusern) einzusetzen. Weiter wird gefordert, dass zukünftig neue Parkplätze mit Ladestationen ausgestattet werden oder mindestens Vorkehrungen für eine spätere Nachrüstung zu treffen sind.

SVP will neues Parkhaus über den SBB-Gleisen

Die Zahl der öffentlichen Parkplätze in der Stadt Luzern bleibt gemäss den Plänen des Stadtrats unverändert. Allerdings wird das Parkplatzangebot in der Innenstadt ab etwa 2030 aus einem anderen Grund deutlich sinken: Für den Bau der neuen SBB-Durchmesserlinie muss ein Teil des unterirdischen Bahnhofparkings weichen. Betroffen sind mehrere hundert Parkplätze. Geht es nach der SVP, so sollen Stadt und SBB bereits heute überlegen, wie die Parkplätze ersetzt werden können. In einer Motion im Stadtparlament schlägt die SVP vor, ein neues Parkhaus auf den bald nicht mehr gebrauchten Gleisanlagen östlich des Bahnhofs Luzern zu erstellen. Konkret fordert die SVP den Stadtrat auf, in einem Planungsbericht aufzuzeigen, wie die wegfallenden Parkplätze kompensiert werden können.