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BAUPROJEKT: 300 Plätze mehr fürs Schulhaus Erlen: Emmen reagiert auf Platzmangel

Die Schulhäuser in der Gemeinde sind voll. Nun soll die Anlage Erlen um 300 Plätze erweitert werden – mit Hilfe von Modulbauten, die derzeit noch im Kanton Zug stehen.
Beatrice Vogel
Blick von Süden auf die Schulanlage Erlen in Emmen. Der neue Trakt soll links auf der Wiese zu stehen kommen. (Bild: PD)

Blick von Süden auf die Schulanlage Erlen in Emmen. Der neue Trakt soll links auf der Wiese zu stehen kommen. (Bild: PD)

Beatrice Vogel

beatrice.vogel@luzernerzeitung.ch

Mit dem Bevölkerungswachstum steigt in Emmen auch die Schülerzahl. Allein in den nächsten drei Jahren wird es gut 200 schulpflichtige Kinder mehr geben als heute – ohne Zuzüge. «Neuste Zahlen zeigen, dass der Zuwachs wohl noch grösser wird als angenommen», sagt Schul­direktorin Susanne Truttmann (SP). Mehrere der acht Schulstandorte haben die Kapazitätsgrenze erreicht und mussten in den letzten Jahren erweitert werden. So hat man etwa die Anlagen Riffig, Krauer und Emmen Dorf mit Modulbauten ergänzt, im Meierhöfli findet eine solche Erweiterung derzeit statt.

Auch das Schulhaus Erlen soll erweitert werden. Dort teilen sich bislang Primar- und Sekundarschule ein Schulhaus, eine Turnhalle und ein Mehrzweckgebäude. Doch um die in den letzten Jahren zusätzlich entstandenen Klassen unterzubringen, musste man sogar Fachräume zu Klassenzimmern umfunktionieren. Die Gemeinde plant deswegen, die Anlage mit einem vierten Trakt zu ergänzen, sodass Primar- und Sekundarschule ihre jeweils eigenen Gebäude erhalten.

Occasionsmodulbau als günstige Variante

Der vierte Trakt war bereits im ursprünglichen Konzept der 1999 erstellten Schulanlage Erlen vorgesehen. Gebaut hat man aber nur drei. Nun soll die um einen zentralen Platz windmühlenartig angeordnete Anlage vervollständigt werden. «Interessant am Neubau ist, dass er aus einer Kombination von konventioneller und modularer Bauweise besteht», sagt Thomas Stadelmann, Leiter Hochbau Gemeinde Emmen. Dabei werden das Erdgeschoss und die vordere Fassade aus Beton erstellt. Auf diesen Sockel wird ein dreistöckiger Holzpavillon gestellt, sodass daraus ein vierstöckiges Schulhaus entsteht. Der Modulbau wird seit 2015 von der Zuger Kantonsschule in Menzingen genutzt und kann anschliessend von Emmen übernommen werden.

Die Gemeinde hat Erfahrung mit Modulbauten, die schon bei diversen Schulhäusern zum Einsatz kamen. «Es sind keine Container, wie viele denken, sondern vollwertige und qualitativ hochstehende Schulräume», so Stadelmann. «Von Lehrpersonen, die in solchen Modulbauten unterrichten, haben wir durchwegs positive Rückmeldungen.» Der Vorteil sei, dass sie einiges günstiger in Bau und Herstellung seien als konventionelle Bauten.

Für den Neubau ist ein Budget von 9 Millionen Franken vorgesehen. Da der Betrag die Kompetenz des Einwohnerrats überschreitet, wird das Volk über den Kredit entscheiden – voraussichtlich im März 2018. Bis es soweit ist, erfolgt nun zunächst die Baueingabe. Im November oder Dezember soll das Geschäft im Einwohnerrat behandelt werden. Geplant ist, im Sommer 2018 mit dem Bau zu starten und das Gebäude auf das Schuljahr 2019/20 in Betrieb zu nehmen.

Im neuen Primarschulhaus sollen zwölf Klassenzimmer, acht Gruppenräume, zwei Kindergärten sowie Räumlichkeiten für Tagesstrukturen und eine Wohnung für den Hauswart entstehen. Total bietet der Neubau Platz für maximal 300 Schüler, von denen ein Teil bereits heute im Erlen zur Schule geht. «Die Erweiterung soll eine Entlastung bringen für den Schulkreis Erlen/Riffig/Sprengi, denn auch das Riffig-Schulhaus ist übervoll», sagt Susanne Truttmann. «Wir hoffen, dass auch die Schulwege dadurch einfacher organisiert werden können.» Ähnliche Kapazitätsprobleme bestehen im unteren Ortsteil Emmens, weshalb auch für das Schulhaus Emmen Dorf ein Ausbau geplant ist.

Hinweis

Das Baugesuch «Neubau Erlen 4» liegt vom 13. Juli bis 24. August im Baudepartement der Gemeinde Emmen öffentlich auf.

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