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Bauprojekt am Sonnenberghang soll gute Steuerzahler nach Kriens locken

Der Stadtrat will das derzeit brach liegende Areal Weinhalde am Sonnenberg einzonen. Dies, bevor eine Initiative der Grünen für ein Einzonungsmoratorium vors Volk kommt.
Stefan Dähler
Das Areal Weinhalde in Kriens. Geplant sind drei vier- oder fünfgeschossige Gebäude (Bildmitte). (Visualisierung: PD)

Das Areal Weinhalde in Kriens. Geplant sind drei vier- oder fünfgeschossige Gebäude (Bildmitte). (Visualisierung: PD)

45 Eigentumswohnungen für zirka 108 Bewohner sollen auf dem Areal Weinhalde entstehen. «An dieser attraktiven Wohnlage» sollen «gute Steuerzahler ansässig» werden, wie die Stadt Kriens mitteilt. Deshalb will der Stadtrat das Areal am Sonnenberghang einzonen. Derzeit steht es grösstenteils leer, ist aber von Überbauungen umgeben.

Die privaten Grundeigentümer planen auf dem knapp 13000 Quadratmeter grossen Areal eine Überbauung mit drei vier- oder fünfgeschossigen Gebäuden. 2017 wurde ein Architekturwettbewerb durchgeführt, den Zuschlag erhielt das Büro Buan, Emmenbrücke. Entstehen sollen zwischen 57 bis 74 unterirdische Parkplätze, die genaue Zahl stehe noch nicht fest.

Der Einwohnerrat muss die Einzonung noch genehmigen. Für das Geschäft sind zwei Lesungen vorgesehen: am 7. November und am 7. Mai 2020.

Initiative der Grünen soll später vors Volk

Der Zeitpunkt für das Vorhaben ist aus politischer Sicht nicht ganz günstig. Die Grünen haben am 5. Juni eine Initiative für ein 15-jähriges Einzonungsmoratorium eingereicht. Der Stadtrat hat ein Jahr Zeit, dem Einwohnerrat einen Bericht sowie Antrag zur Initiative vorzulegen. Die Abstimmung wird er erst nach der zweiten Lesung ansetzen – das Weinhalde-Projekt wäre demnach nicht betroffen. Bauvorsteher Matthias Senn (FDP) sagt dazu:

«Für uns ist das eine Frage
der Planungssicherheit.»

Die Einzonung sei bereits im Rahmen der Ortsplanungsrevision 2014 vorgesehen gewesen, das Vorhaben wurde aber wegen der ungelösten Erschliessungsfrage sistiert. «Seither haben die Eigentümer alle Bedingungen der Stadt erfüllt, zum Beispiel die Durchführung eines Architekturwettbewerbs», sagt Senn. Damit hätten sie ein hohes Investitionsrisiko auf sich genommen.

Waldstück müsste gerodet werden

Apropos Erschliessung: Diese würde via Oberhusrain östlich des Areals erfolgen. Dafür müssten 133 Quadratmeter Wald gerodet und eine Brücke erstellt werden. Die Waldfläche würde innerhalb des Areals ersetzt. Umweltverbände seien mit dem Vorhaben einverstanden und der Kanton habe eine Bewilligung in Aussicht gestellt, schreibt der Stadtrat im Bericht an den Einwohnerrat. Für eine andere Erschliessung wäre eine neue Strasse nötig. Hier sehen Sie den Standort des Areals:

Heute ist das Areal als «übriges Gebiet B» klassiert. Darin gelten die Bestimmungen der Landwirtschaftszone. Durch die Einzonung muss die Eigentümerschaft eine Mehrwertabgabe von 2,62 Millionen Franken leisten. Davon gehen 2,49 Millionen an einen vom Kanton verwalteten Mehrwertabgabe-Fonds. 0,13 Millionen Franken gehen an die Stadt Kriens und fliessen in einen Fonds für Aufwertungsprojekte im Siedlungsraum.

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