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BAUPROJEKT: Horw erhält einen neuen Park

Erstmals liegen für das Areal der AGZ Ziegeleien Pläne öffentlich auf. Dabei geht es um die Gestaltung des Aussenraums. Häuser werden erst in ein paar Jahren gebaut.
Christian Glaus
Visualisierung der Neugestaltung des Ziegeleiareals in Horw. (Bild: Grafik Lea Siegwart)

Visualisierung der Neugestaltung des Ziegeleiareals in Horw. (Bild: Grafik Lea Siegwart)

Christian Glaus

christian.glaus@luzernerzeitung.ch

Es ist ein bedeutender Schritt für Horw. Erstmals legen die AGZ Ziegeleien die Pläne für die Entwicklung ihres rund 50000 Quadratmeter grossen Areals westlich des Bahnhofs auf (siehe Grafik). Die Ziegeleien sind die grössten Grundstückbesitzer innerhalb von Horw Mitte, dem neuen Stadtteil der Gemeinde. Auf ihrem Land befinden sich 14 Baufelder, auf denen zwischen 25 und 35 Meter hoch gebaut werden darf. Über 500 Personen werden künftig dort leben, daneben gibt es auch Arbeitsplätze.

Bis die Häuser in die Höhe wachsen, dauert es allerdings noch eine Weile. Die Pläne, die nun aufliegen, betreffen nämlich die Freiraumgestaltung. Entworfen wurden sie von Studio Vulkan Landschaftsarchitektur. Herzstück des Areals wird der 7000 Quadratmeter grosse Ziegeleipark. Der Steinibach wird dabei verlegt und erhält mehr Platz. Parallel dazu verläuft ein Parkweg. «Der Park wird möglichst naturnah gestaltet», sagt Arealentwickler Oliver Hagen von der Odinga Picenoni Hagen AG.

Heute verläuft der Steinibach in einem künstlich geschaffenen Bachbett entlang der Ringstrasse und ist kaum wahrnehmbar. Das wollen die Landschaftsarchitekten ändern. Sie spielen mit sich öffnenden Räumen und setzen dafür unterschiedliche Pflanzentypen ein. So gibt es Abschnitte – etwa an der Grundstücksgrenze zum Bahnhof –, die offen gestaltet sind. Hier kann man sich erholen, oder Kinder können auf der Wiese und am Wasser spielen.

Andere Abschnitte hingegen sind nicht zugänglich. Dort werden Stauden gepflanzt und Feuchtgebiete geschaffen, so wie es sie früher am Steinibach gab. Tiere sollen dort ein Zuhause finden. «Wir möchten eine möglichst grosse Artenvielfalt erreichen», sagt Hagen dazu.

Für den Ziegeleipark wurden unterschiedliche Arten von Bäumen, Sträuchern und Stauden ausgewählt. Hochstammbäume, die rund 25 Meter hoch werden können, sollen eine Brücke zwischen Park und Gebäuden schlagen. «Die hohen Gebäude brauchen ein Gegenüber im Park, ­damit sie nicht übermächtig wirken», sagt Hagen. Die Pflanzen sind heimisch, blühen zu unterschiedlichen Zeiten und in verschiedenen Farben. «Es wird ein Farbenspiel geben, das sich je nach Jahreszeit verändert.»

Aussenraum hat oberste Priorität

Oft planen Bauherren zuerst die Häuser und gestalten dann die Umgebung. Beim AGZ-Areal ist das Gegenteil der Fall. Nur so könne man eine hohe Siedlungsqualität erreichen, sagt Hagen: «Bei derart stark verdichteten Überbauungen wie Horw Mitte ist die Umgebungsgestaltung enorm wichtig. Indem wir zuerst die Freiräume planen, geben wir ihnen das nötige Gewicht.» Vorgesehen ist, dass der Park ab Spätherbst 2018 bis Sommer 2019 realisiert wird. Finanziert werden der Park und die Verlegung des Bachs, eine Vorgabe aus dem Bebauungsplan, grösstenteils von den AGZ Ziegeleien. Zu den Kosten macht Hagen keine Angaben.

Gut zwei Jahre lang haben die Planer in die Gestaltung der Aussenräume des AGZ-Areals investiert. «Der Bebauungsplan war zu schematisch und ist teilweise nicht mehr zeitgemäss», kritisiert Hagen die Vorgabe der Gemeinde: «Wir mussten zuerst nochmals einen Schritt zurück machen und die übergeordneten Verbindungen zwischen den Quartieren herausarbeiten.»

Gemeinderat Thomas Zemp lässt diese Kritik nicht gelten. Der Bebauungsplan habe bewusst nicht die Detaillierung, die ein Bauprojekt brauche. «Damit schaffen wir Spielraum für die Gestaltung und die Umsetzung. Das sehen wir als Chance.» Das Projekt sei überzeugend, sagt Zemp zum Ziegeleipark. «Er bietet Lebens- und Erholungsraum mit hoher Aufenthaltsqualität. Das Projekt zeigt, wie man ein ehemaliges Industriegebiet in ein attraktives Wohn- und Arbeitsgebiet transformieren kann.» Zemp freut sich über die Planauflage der AGZ Ziegeleien. «Das zeigt, dass die Umsetzung von Horw Mitte schon bald auch westlich der Bahnlinie sichtbar wird.»

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