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BAUPROJEKT: Verkehrshaus erhält zweiten Eingang

Anstelle der alten Schienenhalle 1 entsteht für 36 Millionen Franken ein Neubau. Mit diesem will sich das Museum hin zur Haldenstrasse und damit zu den ÖV-Haltestellen öffnen. Auch ein neuer Laden ist geplant.
Stefan Dähler
Die Schienenhalle 1 des Verkehrshauses soll einem Neubau weichen. (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 7. Juni 2017))

Die Schienenhalle 1 des Verkehrshauses soll einem Neubau weichen. (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 7. Juni 2017))

Stefan Dähler

stefan.daehler@luzernerzeitung.ch

Die 1959 erstellte Schienen­halle 1 weist statische Mängel auf und wird darum abgerissen (wir berichteten). An ihrer Stelle, angrenzend an das Filmtheater, soll bis frühestens Dezember 2020 ein neues Mehrzweckgebäude entstehen. Mitte April ist die Baueingabe geplant.

Nun gibt das Verkehrshaus weitere Informationen zum Projekt bekannt. So sollen im Erdgeschoss des Neubaus ein zweiter Eingang sowie eine 200 Quadratmeter grosse Ladenfläche entstehen. «Wir wollen uns zur Haldenstrasse hin öffnen und rücken damit auch näher an den öffentlichen Verkehr», sagt Verkehrshaus-Sprecher Olivier Burger. An der Haldenstrasse halten die Busse, gleich daneben befindet sich die S-Bahn-Station Verkehrshaus.

«Gebäudering» wird geöffnet

Der bisherige Eingang an der Lido­strasse bleibe bestehen, die dortige Publikumszone werde hin zum neuen Eingang erweitert. Somit werde der «über die Jahrzehnte gewachsene Gebäudering» geöffnet, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Der Grund für den zweiten Eingang sei daher nicht eine Kapazitätserweiterung, sondern die bessere «städtebauliche Integration», sagt Burger. Wie die neue Ladenfläche genutzt wird, sei noch offen. «Denkbar ist eine Eigennutzung, aber auch eine Vermietung.»

Derzeit stehen vor der Schienenhalle 1 in Richtung Haldenstrasse in einer Art Nische einige Zugmodelle. «Heute ist das quasi ein toter Raum, ein Hinterhof», so Burger. Vorgesehen ist, das Erdgeschoss des Neubaus zurückversetzt zu bauen, dadurch entsteht eine Überdachung des Eingangsbereichs. Die Parkplätze an der Haldenstrasse sollen bestehen bleiben.

Das neue Mehrzweckgebäude werde weiterhin über einen Schienenanschluss und eine Ausstellungshalle verfügen. Welche Objekte darin künftig zu sehen sein werden, sei noch offen, so Burger. Grundsätzlich soll die neue Halle flexibel nutzbar sein – also für Sonderausstellungen oder als Teil des permanenten Museumsangebots. Ein Teil der heutigen Ausstellung soll weiterhin zu sehen sein. Derzeit befinden sich in der Schienenhalle 1 unter anderem das Gotthard- Modell oder die Lokomotiven «Genf» und «Krokodil». Diese Objekte werden während der Bauzeit umplatziert.

Solaranlage auf dem Dach

Im ersten Obergeschoss des 20,85 Meter hohen Neubaus sind weiter Konferenzräume geplant, im zweiten bis vierten Obergeschoss sind 3600 Quadratmeter Büroflächen für den Eigenbedarf, bestehende Mieter und Ausstellungspartner vorgesehen. Diese dienen als Ersatz für die Büros im Hochhaus, das nach der Inbetriebnahme des Neubaus saniert und zu einer Jugendherberge umgenutzt werden soll. Im Bürohochhaus sind derzeit die Verkehrshaus-Verwaltung und externe Mieter einquartiert. Letztere sollen, sofern sie das wollen, ebenfalls in den Neubau übersiedeln. Im Untergeschoss ist zudem eine neue Energiezentrale vorgesehen. Ziel ist, vermehrt erneuerbare Energien zu nutzen. «Es entsteht eine Solaranlage auf dem Dach», sagt Burger. Zur Diskussion stehe zudem, Räume mit Abwasser oder Seewasser zu heizen oder zu kühlen. Heute wird das Verkehrshaus mit Gas versorgt.

Optisch werde das Gebäude mit «einem metallischen Vorhang, bestehend aus unterschiedlich profilierten und perforierten Trapezblechen», daherkommen, heisst es in der Mitteilung. Die Baukosten werden rund 36 Millionen Franken betragen. Die Finanzierung erfolge privat durch Eigenmittel, Fremdkapital und Investoren. Mit Letzteren stehe man in Verhandlung.

Gebäude gilt als schützenswert

Die Schienenhalle 1 wurde vom Luzerner Architekten Otto Dreyer entworfen und ist im Bau­inventar als schützenswert ein­gestuft, steht aber nicht unter Denkmalschutz. Die für den Abriss notwendigen Abklärungen mit der Denkmalpflege habe man getätigt, so Burger.

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