BAUPROJEKT: Willisau sollte nun vor Hochwasser gefeit sein

Die Hochwasser­schutzmassnahmen an der Enziwigger in Willisau sind realisiert und die Abschlussarbeiten an der neuen Kantonsstrasse werden termingemäss Ende Juli 2009 vollendet.

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Impression von der Kunstaktion. (Bild: M. Christen/Neue LZ)

Impression von der Kunstaktion. (Bild: M. Christen/Neue LZ)

Die zwei Jahre dauernden Bauarbeiten verliefen planmässig und unfallfrei, der vom Kantonsrat bewilligte Kredit von 24,5 Millionen Franken wird eingehalten, wie die Staatskanzlei Luzern mitteilt. An den Kosten beteiligen sich der Bund, der Kanton und die Stadt Willisau. Die Mobiliar-Versicherung leistet einen namhaften Beitrag an die Aufwendungen der Gemeinde.

Die Planer standen vor über zehn Jahren vor keiner leichten Aufgabe: Zum einen galt es die Enziwigger, die wiederholt grosse Überschwemmungen verursacht hatte, hochwassersicher zu gestalten. Zum andern sollte das Städtchen Willisau vom Durchgangsverkehr nach Hergiswil entlastet werden. 26 Varianten und Subvarianten wurden untersucht und schliesslich das jetzt realisierte Projekt entwickelt, eine kombinierte Lösung für beide Anliegen.

Neuer Entlastungskanal
Zentrales Element des Grossprojektes ist der 700 Meter lange Entlastungskanal Enziwigger zwischen Chirbelmatt und Löwenplatz. Der Kanal mit einem Querschnitt von 5,2 x 2,6 Meter kann 75 Kubikmeter Wasser pro Sekunde abführen, womit sich zusammen mit dem Altlauf der Enziwigger eine Gesamtkapazität von 100 Kubikmetern pro Sekunde ergibt. Bei der Überschwemmung im Jahre 2005 betrug die Abflussmenge zirka 70 Kubikmeter pro Sekunde

Die Einweihung in Willisau fand im Rahmen eines Kunsterlebnisses statt. Unter dem Patronat des Männerchores Concordia wurde der neue Entlastungskanal in ein begehbares Kunstwerk mit Klang- und Lichtinstallationen verwandelt.

scd