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BEACHVOLLEYBALL: Fürs Turnier braucht’s zusätzliches Kapital

Angekündigt ist, dass das internationale Beachvolleyball-Turnier in Luzern zwischen 9. und 13. Mai 2018 ausgetragen wird. Zuvor braucht es aber noch mehr Kapital. Dieses soll nach Ablauf des kommenden Monates auf dem Tisch liegen.
Thomas Heer
Die Beachvolleyball-Arena im Lido an einem Match der Beachvolley World Tour. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Luzern, 14. Mai 2015))

Die Beachvolleyball-Arena im Lido an einem Match der Beachvolley World Tour. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Luzern, 14. Mai 2015))

Thomas Heer

thomas.heer@luzernerzeitung.ch

Auf der Website «beachvolley-lucerne.ch» ist folgender Satz zu lesen: «Ab Mai 2018 macht die Beach-Volleyball Worldtour wieder Halt in der Zentralschweiz, in Luzern. Die Fortsetzung der 2015 begonnenen Erfolgsgeschichte wird von Mittwoch den 09. 05. 2018, bis Sonntag, den 13. 05. 2018, am Verkehrshaus der Schweiz ausgetragen.»

In den vergangenen Monaten ist es ruhiger um diesen Anlass mit internationaler Ausstrahlung geworden, der letztes Jahr wegen finanzieller Schwierigkeiten nicht durchgeführt werden konnte. Hinter den Kulissen wurde im vergangenen halben Jahr aber intensiv gearbeitet, um das Turnier in Luzern zu retten. Als Erstes kam es zur Gründung der Beach Sports Lucerne AG, die am 30. August im Handelsregister eingetragen wurde. Die AG ist die Nachfolgeorganisation des sich im Nachlass befindenden Vereins Pro Beachvolleyball Luzern. Die neue Gesellschaft ist mit einem Aktienkapital von 500 000 Franken ausgestattet und wird präsidiert von Ruth Linder, die hauptberuflich als selbstständige Unternehmerin im Finanzbereich tätig ist. Als operativer Leiter amtet Marcel Bourquin, wie er gegenüber unserer Zeitung erklärte.

Neue Gesellschaft soll alte Schulden tilgen helfen

Bourquin war Präsident des Vereins Pro Beachvolleyball Luzern, um den sich mittlerweile der Sachwalter Alain Bachmann kümmert. Gemäss Bachmann sind gegenüber dem Verein bislang Forderungen in der Höhe von 2,48 Millionen Franken aufgelaufen, davon 1,03 Millionen mit nachgelagerter Priorität. Am Sachwalter liegt es nun, dafür zu sorgen, dass nach der Insolvenz des Vereins die Gläubiger noch möglichst viel von ihren Forderungen zurückerhalten. Und dazu wird auch die Nachfolgeorganisation, das heisst die im August gegründete AG, einen Beitrag leisten. Diese Gesellschaft muss also einerseits das Turnier organisieren und soll andererseits helfen, Altlasten abzutragen.

Dafür braucht die AG aber noch zusätzliches Geld. VR-Präsidentin Ruth Linder sagt: «Wir sind auf gutem Weg, sodass die nötigen Mittel bis Ende Februar bereit stehen.» Das Ziel: Das Aktienkapital soll auf die Grössenordnung von zwei Millionen Franken angehoben werden.

Um welche Personen es sich beim Aktionariat handelt, will Linder nicht verraten. Sie sagt hingegen, dass sowohl der internationale wie auch der nationale Beachvolley-Verband grünes Licht für den Anlass im Mai gaben. Linder: «Vom internationalen Verband erhielten wir sogar einen Vierjahresvertrag.» Auch bei der Stadt, so Linder, sei der Antrag für die Durchführung des Turniers schon gestellt.

Bereits im Juli des vergangenen Jahres sollte zur Rettung des Turniers eine AG ins Leben gerufen werden, um damit das Turnier im September retten. Das Vorhaben aber scheiterte. Als interessierter Investor trat damals auch der Leipziger Unternehmer Frank Grundei auf. Mit der heutigen AG will der Deutsche aber nichts mehr zu tun haben. Er sagt: «Ich gehöre nicht zu den Aktionären.»

Das Scheitern im Juli setzte Grundei arg zu. Denn nur so ist es zu erklären, dass er später in einem Rundschreiben an die «sehr geehrte Damen und Herren» folgenden Satz einflocht: «Ich persönlich fühle mich als Versager, da es mir, selbst mit der Unterstützung von regional und fachlich nicht unbedeutenden vier Personen, nicht gelungen ist, einem lebensfähigen und überlebensfähigen Projekt das Leben zu gestatten.»

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