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Beachvolleyball: Präsidentin Linder nahm den Hut

Seit Ende Mai ist Ruth Linder nicht mehr Präsidentin der Beach Sports Lucerne AG. Die Hintergründe für den Rücktritt bleiben unklar. Eine Gläubigerversammlung wurde derweil abgesagt.
Thomas Heer
Beach Volleyball World Tour auf dem Lido in Luzern. Auf dem Bild zu sehen sind Impressionen. (Bild: Pius Amrein, 11. Mai 2018)

Beach Volleyball World Tour auf dem Lido in Luzern. Auf dem Bild zu sehen sind Impressionen. (Bild: Pius Amrein, 11. Mai 2018)

Auf die Frage, weshalb Ruth Linder als Präsidentin der Beach Sports Lucerne AG kürzlich zurücktrat, schreibt der Sprecher der AG, Raphael Imhof, aus den USA sinngemäss: Das geht niemand etwas an und werde «absolut nichts an den gegebenen Umstände ändern».

Und weiter hält Imhof fest: «Frau Linder und die AG sind dafür angetreten, um dieser Organisation und diesem Event eine Zukunft zu ermöglichen und damit auch die Vergangenheit aufzuarbeiten.» Mit dem Event meint Imhof das internationale Beachvolleyball-Turnier, das Mitte Mai in der Stadt Luzern ausgetragen wurde und gemäss Aussagen des Mediensprechers mit einem Defizit endete, was Imhof bereits letzte Woche gegenüber unserer Zeitung sagte.

Auch eine Nachfrage bei Markus Grüring, einem der verbliebenen Verwaltungsräte der Beach Sports Lucerne AG, brachte keine Klarheit in der Frage, weshalb Präsidentin Linder den Hut nahm. Grüring sprach von persönlichen Gründen und von «etwas Privatem». Auch Ruth Linder selber, die im Kanton Zürich als Mitinhaberin eines Finanzdienstleistungsunternehmens tätig ist, beantwortete die Frage nicht und ignorierte eine entsprechende Anfrage. Wenig erstaunlich ist, dass Marcel Bourquin, der operative Leiter der AG, auch CEO genannt, zur Klärung des Sachverhaltes nichts beitrug. Seit Wochen hüllt sich Bourquin in Schweigen. Er trägt eine grosse Verantwortung dafür, dass die Vorgängerorganisation der Beach­sports Lucerne AG, der Verein Pro Beachvolleyball Luzern, letztes Jahr wirtschaftlich Schiffbruch erlitt.

Auch Bourquin könnte die Frage wohl beantworten, weshalb Ruth Linder das Präsidium niederlegte. Aber noch viel entscheidender, er sollte in der Lage sein, Klarheit darüber zu schaffen, wann und ob das längst in Aussicht gestellte Darlehen aus Bahrain zu Gunsten der AG eintrifft. Denn die AG ist auch deshalb zum Neustart angetreten, um den Schuldenberg des mittlerweile insolventen Vereins zumindest teilweise abzutragen. Aufgrund der wirtschaftlich missratenen Turniere in den Jahren 2015 und 2016 kumulierten sich die Vereinsschulden am Ende auf rund 2,5 Millionen Franken.

Gläubigerversammlung wurde abgesagt

Um den vielen Geschädigten zumindest einen kleinen Teil ihrer Forderungen zurückzuzahlen, wird das Darlehen aus dem Mittleren Osten, das sich laut Ex-Präsidentin Linder im Rahmen von zirka zwei Millionen Franken bewegt, herangezogen. Dies immer unter der Voraussetzung, das Geld trifft dann irgendwann doch noch ein. Die Frage bleibt: Weshalb ist Ruth Linder zurückgetreten?Liegt es letztlich daran, dass im Zusammenhang mit der zu erwartenden Geldüberweisung aus Bahrain seitens der AG Fehler begangen wurden? Von Fehlern jedenfalls sprach Sprecher Imhof vor wenigen Tagen, wie unsere Zeitung bereits letzte Woche schrieb.

Für kommenden Mittwoch war in den Büroräumlichkeiten des für den insolventen Vereins Pro Beach Volleyball Luzern zuständigen Sachwalters, Alain Bachmann, die Gläubigerversammlung angesetzt. Der Termin wurde aber abgesagt. Dies aufgrund des finanziellen Engpasses der Aktiengesellschaft. Wann und ob der Anlass überhaupt stattfinden wird, ist offen.

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