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Beachvolleyball-Turnier: Nun geht es ums nackte Überleben

Den Organisatoren des internationalen Beachvolleyball-Turniers im Lido fehlen noch immer die versprochenen Millionen aus dem Mittleren Osten. Zwei Vertreter der Luzerner reisen nun nach Abu Dhabi und wollen das Geld loseisen.
Thomas Heer
Leere Ränge am Beachvolleyball-Turnier - dieses schrieb dieses Jahr einen Verlust. (Bild: Pius Amrein, 11. Mai 2018)

Leere Ränge am Beachvolleyball-Turnier - dieses schrieb dieses Jahr einen Verlust. (Bild: Pius Amrein, 11. Mai 2018)

Seit Monaten warten die Ausrichter des internationalen Beachvolleyball-Turniers von Luzern auf das Kapital, welches ihnen vertraglich zugesichert wurde. Das Geld sollte von einem Investor aus Bahrain kommen. Insgesamt geht es um einen Betrag von 1,5 Millionen Franken, die als Darlehen entrichtet werden sollen.

Derzeit verfügt die Beach Sports Lucerne AG über ein Aktienkapital von einer halben Million Franken. Das Gesellschaftskapital werde von privaten Investoren aus der Schweiz gehalten, erklärt Raphael Imhof, Sprecher der Turnierveranstalterin, der Beach Sports Lucerne AG.

Die Gründe für die Verzögerung sind unklar

Gemäss Imhof passiert nun Folgendes: Mit Siegbert Brutschin und jener Fachfrau aus Deutschland, die für die Luzerner den Kontakt in den Mittleren Osten herstellte und den bisher nicht zu Stande gekommenen Deal einfädelte, reisen zwei Vertreter des Turniers demnächst nach Abu Dhabi. In den Emiraten wird es darum gehen, das Notwendige einzuleiten, damit die vom Investor aus dem benachbarten Bahrain zugesicherten Gelder endlich in die Schweiz trans­feriert werden. Und es gilt auch ­abzuklären, was eigentlich die Gründe sind, weshalb das Kapital nicht schon längst bei den ­Luzerner Organisatoren angekommen ist.

Siegbert Brutschin hat ein ganz persönliches Interesse, dass das Problem endlich gelöst wird. Der Deutsche trat in Luzern als Turnierdirektor auf. Das heisst: Brutschin, der gemäss Imhof weltweit Volley- und Beachvolleyballturniere organisiert, hat gegenüber der AG hohe Geldforderungen offen. Denn der Deutsche stellte auch in Luzern fast die gesamte Infrastruktur für den im Mai ausgetragenen Wettkampf zur Verfügung.

Kommt das Geld nicht, ist Existenz der AG gefährdet

Es ist kein Geheimnis, dass dieses internationale Beachvolleyball-Turnier mit einem finanziellen Verlust endete. So hat nicht nur Brutschin offene Forderungen gegenüber der AG. Gelingt es der Luzerner Delegation nun nicht, das Kapital aus dem Mittleren Osten zu beschaffen, wird es für die hiesigen Turnierorganisatoren ganz eng. Die Existenz steht auf dem Spiel, und vor allem geht es darum, ob internationales Beachvolleyball auch künftig am Vierwaldstättersee stattfinden wird. Kommt das Geld aus der Golfregion definitiv nicht, verbleibt noch die Möglichkeit, andere Investoren zu finden. «Das aber ist sehr schwierig», glaubt Imhof.

Die Beach Sports Lucerne AG wäre für die Austragung weiterer Turniere bereit. Gemäss Imhof ist organisatorisch alles aufgegleist, damit weitere Anlässe in Luzern ausgetragen werden könnten. So ist vorgesehen, dass der heutige CEO, Marcel Bourquin, ersetzt wird. Er war Präsident des früheren Turnierorganisators, dem Verein Pro Beachvolleyball Luzern, und mitverantwortlich dafür, dass dieser pleiteging und am Ende einen Schuldenberg von fast 2,5 Millionen Franken hinterliess. Die 2017 gegründete AG war auch angetreten, um einen Teil dieser Schulden abzutragen.

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