BEBAUUNGSPLAN: Eichhof West: Hochhaus wird kleiner

Die Zürcher Pensionskass BVK hat ihr geplantes Hochhausprojekt in Kriens redimensioniert. Das Hochhaus wird weniger hoch als ursprünglich geplant.

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Der Krienser Gemeinderat Matthias Senn oberhalb des Areals zwischen der Eichhof-Brauerei und dem Sonnenbergtunnel. (Bild Dominik Wunderli)

Der Krienser Gemeinderat Matthias Senn oberhalb des Areals zwischen der Eichhof-Brauerei und dem Sonnenbergtunnel. (Bild Dominik Wunderli)

Der Krienser Gemeinderat hat den neuen Bebauungsplan für das Areal Eichhof West verabschiedet. Dieser sieht nur noch ein statt zwei Hochhäuser vor. Das Hochhaus soll 53 statt 68 Meter hoch werden. Dieses steht an der Langsägestrasse und damit weiter weg vom Hang. Gemäss Bebauungsplan wird die geplante Hotelfachschule komplett auf dem Areal untergebracht. Sie benötigt keinen separaten Baubereich entlang der Langsägestrasse.

Auch in den Bereichen Verkehr und Energie enthält der neue Bebauungsplan Verbesserungen. Für die übergeordnete Erschliessung über die Langsägestrasse liegt ein Lösungsvorschlag mit der Führung des Langsamverkehrs vor. Als Energie-Standard wird der erhöhte Gebäudestandard mit den Zielwerten für 2000-Watt-Areale vorgeschrieben.

Der Gemeinderat hat den Bebauungsplan an die kantonalen Stellen zur Vorprüfung weitergeleitet. Nach der Rückmeldung durch den Kanton wird der Bebauungsplan Eichhof West im Frühsommer 2014 für die erste Lesung im Einwohnerrat traktandiert. Baustart ist 2015.

Die BVK (Personalvorsorge des Kantons Zürich) als Investorin hält an der Nutzung des Areals fest. Neben einem Hochhaus sieht das Projekt Wohnungen, ein Hotelschulcampus für Studenten und ein Hotel vor.

Nach einer Schlappe im Gemeindeparlament im April 2013 musste das Projekt Eichhof West redimensioniert werden. Anwohner hatten die Hochhäuser bekämpft, weil sie ihre Aussicht gefährdeten und den Wert ihrer Liegenschaften verminderten.

pd/rem/sda

Kritik an neuer Lösung

Der Verein «Gegen Bauliche Willkür» wehrt sich gegen den neuen Bebauungsplan. Er schreibt wörtlich: «Durch die Überarbeitung ist der Bebauungsplan verbessert worden. Mit taktischem Geschick haben die Investorin und der Gemeinderat die Kritikpunkte entschärft». Damit sei eine Kompromisslösung entstanden, dennoch vermag dieses Projekt städtebaulich nicht zu überzeugen. Für den Verein «Gegen Bauliche Willkür» ist und bleibt das Areal Eichhof-West nicht hochhaustauglich.

Mehr zum Thema<br /> am 21. Februar in der Neuen LZ.