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Bei der Seniorentheatergruppe Kriens stehen die Veteranen im Rampenlicht

Die Seniorentheatergruppe Kriens hat ein heiteres Stück mit Seitenhieben einstudiert.
Yvonne Imbach
Blick in die Proben des Stücks «Hochmuet chond vor em Fall». Bild: Yvonne Imbach (3. September 2019)

Blick in die Proben des Stücks «Hochmuet chond vor em Fall». Bild: Yvonne Imbach (3. September 2019)

Nur für Senioren? Bei weitem nicht! Wenn die Seniorentheatergruppe Kriens neue Spieler sucht, melden sich auch theaterbegeisterte Menschen, die um die 50 Jahre alt sind und ihr Hobby neben dem Beruf ausüben. Zum Ensemble sind in dieser Saison drei neue Spielerinnen und Spieler gestossen, die nicht alle im Rentneralter sind. Seit April hat die Gruppe das Volkstheaterstück «Hochmuet chond vor em Fall» einstudiert. Heute findet die Premiere im Kulturzentrum Schappe statt. Unser Besuch an einer der letzten Proben zeigte, wie intensiv und konzentriert gearbeitet wurde, um mit Spielfreude und Unbeschwertheit agieren zu können.

Regie führt Josette Gillmann. Auch sie ist im Seniorenalter und hat die Truppe im Durchschnittsalter von «70 plus» im Griff: «Ihr müsst zuhören, was der andere sagt. Die Antwort soll nicht auswendig gelernt wirken.» Während sie die eine Spielerin mahnt, mehr zum Publikum zu sprechen, bittet sie den anderen Spieler, einen Stein an die nächste Probe mitzubringen. «Dein Koffer muss damit beschwert werden. Sonst sieht man, dass er zu leicht ist.»

Man kann herzlich lachen

Josette Gillmann hat das Stück entstaubt und gestrafft, die Sprache und die Handlung in die heutige Zeit verschoben. Schauplatz des Geschehens ist eine Seniorenresidenz, man trifft sich im Aufenthaltsbereich. Über die Charaktere und die Pointen kann man herzlich lachen, wenn dabei auch eine ernste Seite durchschimmert.

Ist es nicht menschlich, sich ab und zu selbst zu überschätzen? Bis sich alle Bewohner in Frieden zu einem gemeinsamen Schlusslied versammeln, werden einige alte Geschichten aufgewärmt. «Ob arm oder riich, bi üs send alli Pensionäre glich» lautet der Refrain im Ohr, mit dem der Zuschauer nach entspannten Theaterstunden nach Hause geht und sich fragt: Steckt nicht in jedem von uns eine Prise von dieser oder jener Eigenheit, die es zu erkennen und abzubauen gilt? Heute findet die Premiere im Kulturzentrum Schappe statt.

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