Beim geplanten Horwer Bushub ist der Wurm drin

627'000 statt 400'000 Franken: Die Projektierung des Horwer Bahnhofausbaus hat deutlich mehr gekostet als angenommen - zum Ärger des Parlaments. Und: Es ist nicht das einzige Problem, das die Gemeinde in diesem Fall hat. 

Roman Hodel
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Der Projektierungskredit für den Horwer Bahnhofausbau ist mit 627'000 Franken um 227'000 Franken höher ausgefallen. Grund: Der Gemeinderat liess zusätzliche Varianten für den Bushub prüfen. Der Einwohnerrat hiess die Abrechnung am Donnerstagabend zwar mit 20 Ja- zu 6 Nein-Stimmen gut – dennoch gabs Kritik: Warum hat der Gemeinderat keinen Zusatzkredit beantragt? Bauvorsteher Thomas Zemp (CVP): «Wir nehmen diesen Vorwurf entgegen.» Man habe vom Zusatzkredit abgesehen, «um keine Zeit zu verlieren».

Das könnte allerdings dennoch eintreffen, denn das Bundesverwaltungsgericht hat laut Zemp eine Einsprache eines Grundeigentümers gutgeheissen. Dieser stellte in Frage, dass es sich beim Bushub um ein Bundesverfahren handelt. Die Gemeinde hat die Pläne gemäss Bundesverfahren eingereicht. Laut Gericht gilt dies aber nur für den Bahnhof, der Bushub sei kantonal. Deshalb muss die Gemeinde die Pläne neu auflegen.