BEIM HEUEN: Bauer in Horw verliert bei Unfall beide Füsse

Ein Bauer ist in Horw beim Heuen in eine Pressmaschine geraten und schwer verletzt worden. Er verlor beim Vorfall vor drei Wochen beide Füsse. In seiner Gemeinde, die er wöchentlich mit Eier, Milch und Gemüse belieferte, ist eine Solidaritätswelle angerollt.
Symbolbild: Ein Bauer beim Heuen. (Bild: Stefan Kaiser / LZ)

Symbolbild: Ein Bauer beim Heuen. (Bild: Stefan Kaiser / LZ)

Der 57-Jährige war aus unbekannten Gründen am Wochenende vom 22. April in eine Heuballenpresse geraten. Danach wurden ihm beide Füsse amputiert. Ein Sprecher der Luzerner Polizei bestätigte am Freitag auf Anfrage entsprechende Angaben eines Quartiervereins in Horw.

Nachbarn riefen auf einer Webseite und auf Social Media zu Spenden auf. Wie die Internetplattform Zentralplus.ch berichtete, wurden bereits 40'000 Franken gesammelt. Der Hof des betroffenen Bauern liegt in stark abfallendem Gelände. Die Familie führt den Hof vorübergehend weiter.

«Man kennt ihn sehr gut. Ein lieber Mann», sagt Alexandra Muri, Präsidentin des Quartiervereins Felmis gegenüber Zentralplus. Gemeindepräsident Ruedi Burkhard meint: «Ich finde es toll, wie sich die Leute privat organisieren und mithelfen.»

Initiiert wurde die Spendenaktion auf Facebook vom Nachbarn des Bauern, Ernst Feusi. Die Solidarität sei im ganzen Dorf spürbar, sagt er. Seinen Nachbarn habe er am Sonntag besucht. «Natürlich ist der Unfall schlimm, aber er schaut bereits wieder vorwärts.» Laut Zentralplus ist es nicht der erste Schicksalsschlag für die Familie: Die Frau des Bauern sei vor einigen Jahren einer Krebskrankheit erlegen.

sda/jvf

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