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BELEUCHTUNG: Stadt setzt auf automatische Strassenlichter

In Luzern sind bereits zahlreiche LED-Lampen in Betrieb, die heller leuchten, sobald jemand in der Nähe ist. Die Sensoren sollen künftig auch Fahrzeuge erfassen können.
In der Stadt Luzern werden neue Strassenlampen – im Gegensatz wie bisher mit Natriumdampflampen (Bild) – ausschliesslich mit der LED-Technik ausgestattet. (Bild: Pius Amrein)

In der Stadt Luzern werden neue Strassenlampen – im Gegensatz wie bisher mit Natriumdampflampen (Bild) – ausschliesslich mit der LED-Technik ausgestattet. (Bild: Pius Amrein)

Zahlreiche Strassenlichter sind unnötig. Zu diesem Fazit ist der Bund nach einer Überprüfung der Nationalstrassen gekommen – und hat im Kanton Luzern 750 Lichter gelöscht. Pro Lampe und Jahr können damit 200 Franken eingespart werden. Auch der Kanton Luzern will im April die Notwendigkeit der Beleuchtung auf den Kantonsstrassen überprüfen und voraussichtlich weitere 340 Leuchten abschalten (Ausgabe von Mittwoch).

In der Stadt Luzern ist die Situation eine andere, wie sie auf Anfrage unserer Zeitung mitteilt: Denn die engen Strassen sind viel befahren; Fussgänger und Velofahrer gehören genauso wie haltende Busse zum Verkehrsaufkommen – auch nachts. Deshalb ist nicht vorgesehen, viele der rund 8000 Kandelaber zu demontieren.

Aber: Auch die Stadt ist bestrebt, den Stromverbrauch in den Strassen zu senken. «Bei Sanierungen werden die vorhandenen Beleuchtungsstandorte immer auf ihre heutige Berechtigung hinterfragt», sagt Oliver Allemann, Leiter Auftragsbau bei der dafür zuständigen EWL (Energie Wasser Luzern). «Wo früher manchmal drei Leuchten an einem Mast angebracht waren, wird heute nur noch eine montiert.» Installiert werden dann ausschliesslich LED-Leuchten. Sie ermöglichen es – anders als die herkömmlichen Natriumhochdruck-Lampen –, die Lichtleistung in den Nachtstunden um 10 bis 50 Prozent zu reduzieren, so Allemann. Aktuell spart die Stadt damit rund 10 000 Franken an Energiekosten im Jahr.

«Lenker werden kaum Unterschiede bemerken»

Die LED-Lampen sind zudem dimmbar. Diese sogenannt intelligenten Leuchten sind bereits in der Sentimatt, dem Schäferweg oder vom Quai vor dem Hotel Palace bis zum Verkehrshaus installiert – also dort, wo Fussgänger und Velofahrer zugegen sind.

Allein an der Seepromenade sind 45 dimmbare Leuchten in Betrieb. Sie sind mit einem Sensor ausgestattet. Erfasst dieser eine Person, schalten die nächsten Leuchten auf 100 Prozent ihrer Leistung. Nachdem die Person den Bereich verlassen hat, werden die Lichter auf ihre Grundleistung von 10 Prozent zurück gedimmt. Aktuell werden 90 solcher intelligenten Leuchten beim alten Zentralbahn-Trassee installiert. Und auch in Zukunft werden die intelligenten Leuchten vermehrt zum Einsatz kommen. Laut Allemann ist derzeit ein Projekt an der Langensandstrasse in Planung. Dort soll das Verkehrsaufkommen gemessen werden. «Fahren weniger Fahrzeuge über die Strasse, können wir die Leuchten dimmen. Die Lenker werden aber kaum ­einen Unterschied bemerken», sagt Allemann.

Auch mit einer weiteren Massnahme kann die Stadt Strom sparen: Dies mittels eines Sensors, der auf dem Dach des EWL-Unterwerks beim Steghof die Helligkeit des Himmels misst. Vor rund vier Jahren habe die EWL diese Anlage optimiert. Seither kann die Strassenbeleuchtung in der Dämmerung genauer an- respektive ausgeschaltet werden. Am Morgen und am Abend hat sich die Leuchtdauer um zirka fünf bis acht Minuten reduziert. «Es ist aber sehr heikel, diese beiden Werte im richtigen Zeitfenster einzustellen, da in der Dämmerung die meisten Unfälle passieren», sagt Oliver Allemann. Zudem ist der Sensor wetterabhängig: «Ist es oft bewölkt, schlägt sich das auf den Energieverbrauch nieder.» So seien die Leuchten im Schnitt zwischen 4200 und 4500 Stunden pro Jahr in Betrieb.

Niels Jost

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