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«Bellpark» erhält vom Krienser Stadtrat weniger Geld als beantragt

Der Krienser Stadtrat will den Beitrag an das Museum erhöhen – aber nicht so stark, wie erhofft.
Stefan Dähler

Es gehört zu den Aushängeschildern der Stadt Kriens und findet mit seinen Ausstellungen auch ausserhalb der Region Beachtung. Trotzdem hat das Museum im Bellpark wirtschaftlich ein schwieriges Jahr hinter sich. 2018 resultierte bei einem Aufwand von rund 600'000 Franken ein Verlust von 18'000 Franken, wodurch das Eigenkapital fast um die Hälfte schrumpfte.

Aussenansicht des Museum im Bellpark in Kriens. (Bild: Pius Amrein, Kriens, 3. September 2019)

Aussenansicht des Museum im Bellpark in Kriens. (Bild: Pius Amrein, Kriens, 3. September 2019)

Gründe dafür sind, dass die Mittelbeschaffung schwieriger geworden ist, wie der Krienser Stadtrat in einem Bericht und Antrag an den Einwohnerrat schreibt. Ausserdem seien die Personal- und Verwaltungskosten gestiegen. Die Trägerschaft habe eine «Angleichung der teils bescheidenen Stundenlöhne an marktübliche Standards» vornehmen müssen.

Erhöhung auf 340'000 Franken

Der Stadtrat will nun ab 2020 den jährlichen Betrag an das Museum im Bellpark von 330'000 auf 340'000 Franken erhöhen. Wie bis anhin soll die Stadt zudem keine Miete für die Nutzung des Museumsgebäudes und der Lager verlangen.

Der Trägerverein des Museums hat eigentlich eine Erhöhung auf 360000 Franken beantragt. Aufgrund der angespannten Finanzsituation könne man dem Anliegen «nur bedingt entgegenkommen», schreibt der Krienser Stadtrat. Dennoch wolle man den «grossartigen Leistungsausweis» des Museums würdigen, zumal dessen Eigenfinanzierungsgrad mit 45 Prozent bereits sehr hoch sei. Bei vergleichbaren Institutionen wie dem St. Urbanhof in Sursee oder dem Kunstmuseum Luzern liege dieser zwischen 37 bis 39 Prozent.

Otto Durrer, Präsident des Vereins Museum im Bellpark, ist erfreut über die geplante Beitragserhöhung, wie er auf Anfrage sagt. «Das ist angesichts der Finanzlage der Stadt ein ausgezeichnetes Bekenntnis zu unserem Museum.» Man werde aber nun weitere Massnahmen ergreifen, um die Finanzierung sicherzustellen. Der Vereinsmitgliederbeitrag wird 2020 um 15 bis 20 Franken erhöht, was Mehreinnahmen von schätzungsweise 10'000 Franken zur Folge habe.

«Weiter arbeiten wir für das Fundraising mit einer professionellen Firma zusammen. Das Ziel ist, mehr Drittmittel und auch weitere Vereinsmitglieder zu gewinnen.»

Denn die Mittelbeschaffung sei wie erwähnt schwieriger geworden. Zwar konnte das Museum in den letzten Jahren die selbst erwirtschafteten Beträge stets steigern, 2018 waren es 272'000 Franken, 2016 noch 233'000 Franken. «Doch Stiftungen vergeben ihre Beiträge praktisch nur noch projektbezogen», sagt Durrer. Damit können Ausstellungen, aber nicht die Löhne der Angestellten finanziert werden. «Ausserdem ist der Aufwand höher, man muss umfangreiche Dossiers einreichen.»

Ausbaupläne liegen auf Eis

Für das laufende Jahr rechnet das Museum mit tieferen Aufwänden und Erträgen, aber auch mit einem kleinen Plus von 2900 Franken. «Wir dürfen nicht wieder ein Defizit schreiben», sagt Durrer. «Wir haben daher die Ausstellung auf die bestehende Sammlung von Emil Kreis aufgebaut, um den Aufwand etwas zu reduzieren.»

Die Pläne für einen Erweiterungsbau auf der Nordseite liegen vorerst auf Eis. Der Museumsvorstand betrachte die politische Situation nach den grossen Investitionen der Stadt in die Zentrumsbauten derzeit nicht als «förderlich für weitere Bauprojekte», heisst es im Bericht und Antrag. Der Ausbau bleibe langfristig aber ein strategisches Ziel.

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