BELÜFTUNG: Sempachersee: Gesundheit hängt von Bauern ab

Da die Phosphor-Einträge in den Sempachersee sinken, wird die Belüftung reduziert. Ob der See je ohne künstlichen Sauerstoff auskommt?

Roseline Troxler
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Josef Peter, Präsident des Gemeindeverbands Sempachersee, ist zuversichtlich, dass die Belüftung des Sees weiter reduziert werden kann. (Bild Pius Amrein)

Josef Peter, Präsident des Gemeindeverbands Sempachersee, ist zuversichtlich, dass die Belüftung des Sees weiter reduziert werden kann. (Bild Pius Amrein)

100 Tonnen Sauerstoff werden seit 1983 jährlich in den Sempachersee gepumpt. Denn aufgrund des hohen Phosphorgehalts in den vergangenen Jahren wurde die Algenproduktion angekurbelt. Absterbende Algen sanken auf den Grund und verbrauchten bei der Zersetzung Sauerstoff. «Genügend Sauerstoff auch am Grund ist entscheidend, dass sich Fischeier entwickeln können», sagt Josef Peter, Präsident des Gemeindeverbands Sempachersee. Dieser beabsichtigt in nächster Zeit, die Belüftung schrittweise zu reduzieren. Josef Peter glaubt, dass der See längerfristig ohne Belüftung auskommt.

Neuer Seevertrag geplant

Abhängig ist die Zukunft des Sees auch von den Landwirten. Zurzeit wird ein neuer Seevertrag ausgearbeitet. So sollen sich Bauern auch künftig verpflichten, weniger zu düngen.