BERGUNFÄLLE: Luzerner Wanderer stürzt beim Brünig zu Tode

Bei Bergunfällen sind am (gestrigen) Donnerstag ein Wanderer getötet und zwei Alpinisten schwer verletzt worden. Der Wanderer verunglückte im Brüniggebiet. Die beiden Alpinisten stürzten an der Lenzspitze 200 Meter in die Tiefe, konnten aber geborgen werden.

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Blick auf das Brüniggebiet von oben. (Bild mapsearch.ch)

Blick auf das Brüniggebiet von oben. (Bild mapsearch.ch)

Der 66-jährige Wanderer war um 10.00 Uhr im steilen Gelände auf dem Bergweg unterhalb des Wylerhorns 200 Meter in die Tiefe gestürzt, wie die Berner Kantonspolizei mitteilte. Er konnte nur tot geborgen werden. Der Mann aus dem Kanton Luzern war am frühen Morgen zusammen mit einem Kollegen von Lungern aus Richtung Brünigpass zu der Bergwanderung aufgebrochen.

Eine grössere Rettungsaktion lösten zwei Alpinisten nach einem Absturz im Wallis aus. Die Zweierseilschaft war in den frühen Morgenstunden in einer Höhe von rund 3.800 Metern über Meer an der Lenzspitze über 200 Meter in die Nordwand abgestürzt. Die Air Zermatt flog mit einem Rettungsspezialisten und Notarzt zur Absturzstelle. Die beiden Alpinisten waren schwer verletzt und wurden nach einer Erstversorgung mittels einer Longline geborgen. Danach wurden sie auf einen Zwischenlandeplatz oberhalb der Mischabelhütte geflogen. Wegen der schweren Verletzungen wurde ein Alpinist anschliessend ins Inselspital nach Bern, der andere ins Spital Visp geflogen. Die Air Zermatt war mit insgesamt drei Rettungshelikoptern und zwei Notärzten gleichzeitig im Einsatz.

Am Donnerstagmittag wurden zudem zwei Personen am Matterhorn evakuiert. Ein ausländischer Bergführer war nach Angaben der Air Zermatt mit einem Gast über den Lyongrat auf den Gipfel des Matterhorns gestiegen. Dort angekommen, war dieser so erschöpft, dass ein Absteigen nicht mehr möglich war. Die beiden wurden mittels Winde direkt vom Gipfel geborgen und ins Tal geflogen.

ap