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BERICHT: Luzerner Gesundheitswesen ist fit

Die Gesundheitsversorgung im Kanton Luzern ist gut gerüstet für steigende Patientenzahlen. Ein Ausbau ist für Psychiatrie-Patienten und die Rehabilitation vorgesehen. Die grössten Herausforderungen bleiben die steigenden Kosten und der Fachkräftemangel.
Zu den grössten Herausforderungen zählen laut Regierung die Kosten, die in den vergangenen Jahren jährlich um vier Prozent gestiegen waren. Auf dem Bild: das Kantonsspital Sursee. (Archivbild Keystone)

Zu den grössten Herausforderungen zählen laut Regierung die Kosten, die in den vergangenen Jahren jährlich um vier Prozent gestiegen waren. Auf dem Bild: das Kantonsspital Sursee. (Archivbild Keystone)

Das Luzerner Gesundheitssystem bewähre sich, heisst es in einem am Montag publizierten Planungsbericht des Regierungsrats zur Gesundheitsversorgung. Der Bevölkerung stehe ein ausreichendes und gutes Angebot zur Verfügung. Mit den geplanten Investitionen der Spitäler gelte dies auch für die Zukunft.

Die Regierung verzichtet darauf, einzelnen Spitälern Kapazitäten oder Bettenzahlen vorzugeben. Eingreifen will sie nur bei allfälligen späteren Qualitätsproblemen oder Versorgungsengpässen. Aus wirtschaftlichen Gründen und mit Blick auf den Fachkräftemangel will Luzern eng mit anderen Regionen wie Nidwalden und Obwalden zusammenarbeiten.

Zu den grössten Herausforderungen zählen laut Regierung die Kosten, die in den vergangenen Jahren jährlich um vier Prozent gestiegen waren. Im Kanton Luzern fielen 2012 in der obligatorischen Krankenversicherung Bruttokosten von total rund 1,1 Milliarden Franken an, 2837 Franken pro Versicherten.

Viele ausserkantonale Behandlungen

Wegen des Bevölkerungswachstums, der höheren Lebenserwartung und der damit verbundenen Mehrfacherkrankungen sowie des medizinischen Fortschritts geht der Regierungsrat bis 2023 mit einer Zunahme der Hospitalisierungen um 14 Prozent auf 53'800 Fälle und bei den Pflegetagen um 10 Prozent auf 296'000 aus. Auf die steigenden Kosten habe der Kanton nur sehr begrenzt Einfluss, heisst es im Bericht.

Massnahmen im eigenen Kanton plant der Regierungsrat aufgrund der hohen Zahlen an Behandlungen in ausserkantonalen Kliniken. Für eine Rehabilitation begaben sich Patienten 2013 in 1361 Fällen oder zu 56 Prozent in einen anderen Kanton. Mehr als jeder Dritte ging dafür in den Aargau.

Bis 2023 sollen Rehabilitationen um rund 18 Prozent zunehmen. Am Kantonsspital in Wolhusen sind deshalb 30 neue Betten für Patienten mit Problemen beim Bewegungsapparat geplant. Die Höhenklinik Montana im Wallis, die der Regierungsrat ursprünglich verkaufen wollte und seit 2013 Gewinne abwirft, soll vom Kantonsspital Luzern künftig als selbstständige Tochter weiterbetrieben werden.

Keine neuen Rezepte gegen Fachkräftemangel

Auch die Psychiatrie soll im ambulanten Bereich und für stationäre Therapien ausgebaut werden. Bis 2023 rechnet die Regierung mit einer Zunahme der Fälle um 5,9 Prozent auf 2940.

Zum Fachkräftemangel enthält der Planungsbericht keine neuen Rezepte. Der Kanton will wie auch der Bund auf mehr Ausbildungsplätze und eine Attraktivierung der Medizinberufe hinwirken.

Bereits bekannte Massnahmen sollen weiter vorangetrieben werden. Zu diesen gehören das Praxisassistenzprogramm, die Förderung von Gruppenpraxen, die Schaffung eines Instituts für Hausarztmedizin, die Prüfung eines Masterstudiengangs Medizin sowie die Erleichterung des Notfalldienstes. (sda)

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