BERLIN/LUZERN: Kulturbad – Berlin machts vor

Mit dem Projekt «Neubad» betritt Luzern Neuland. In Berlin hingegen wird im ehemaligen Stadtbad schon seit 2009 Kultur gemacht.

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Im Berliner «Stattbad» finden seit 2009 Partys statt. (Bild: Christoph Reichmuth, Berlin)

Im Berliner «Stattbad» finden seit 2009 Partys statt. (Bild: Christoph Reichmuth, Berlin)

Acht Jahre lang stand das fast einhundertjährige Stadtschwimmbad in Berlin leer, der Unterhalt der 7000 Quadratmeter grossen, leer stehenden Anlage mit den zwei Schwimmbereichen – ein 25- und ein 20-Meter-Becken – kostete die Stadt Berlin zwischen 2001 und 2009 eine Menge Geld.

Da kam das Interesse des Immobilienunternehmers Arne Piepgras gerade recht. Der wollte das Stadtbad zu einem Kulturtempel umfunktionieren. Die Stadt hat das Schwimmbad Wedding 2008 inklusive Grund und Boden für weniger als eine halbe Million Euro an den Immobilienunternehmer veräussert.

Heute sind im «Stattbad» auf drei Etagen Grafiker, Künstler, Designer, Fotografen, Musiker und kleine Büros und Ateliers im ehemaligen Umkleidetrakt einquartiert. Regelmässig organisiert Küpper, heute 32, Konzerte, Theaterabende oder Ausstellungen. Die Bar im Entrée ist täglich zwischen 8 Uhr morgens und 20 Uhr am Abend geöffnet, ab Donnerstag auch länger.

In den warmen Monaten lädt die Gartenbeiz zum Verweilen ein. Allerdings: Auch in Berlin haben die Betreiber Mühe, die monatlichen Betriebskosten von über 10'000 Euro zu decken. Hinzu kommen die Löhne für das 10-köpfige Team rund um Küpper. Die Einnahmen durch Mieten, den Barbetrieb und durch Eintritte reichen dafür kaum aus. Inzwischen aber wollen die Betreiber Fördergelder bei der Stadt Berlin einholen.

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