BERMUDA: «Reale Chance» für Theaterwerk Luzern

Das Urteil zur Salle Modulable gibt den Plänen für eine neue Theaterinfrastruktur in Luzern Auftrieb. Doch wie realistisch ist die Hoffnung?

Hugo Bischof
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So haben sich die Projektverantwortlichen die Salle Modulable in Luzern ursprünglich vorgestellt. (Bild: Visualisierung PD)

So haben sich die Projektverantwortlichen die Salle Modulable in Luzern ursprünglich vorgestellt. (Bild: Visualisierung PD)

Kanton und Stadt Luzern sind seit rund zweieinhalb Jahren daran, den Theaterplatz Luzern neu zu konzeptionieren, um «seine Wettbewerbsfähigkeit zu stärken». Konkrete Erkenntnisse zum Projekt Neue Theater-Infrastruktur (NTI) liegen noch nicht vor. Doch mit dem am Freitag verkündeten Urteil zur Salle Modulable erhält die Debatte nun neue Dynamik.

Offiziell rechnete man in Luzern in den letzten Jahren zwar ohne die für die Salle Modulable versprochenen 120 Millionen Franken. Reto Wyss, Bildungs- und Kulturdirektor des Kantons Luzern, betonte aber gleich nach der Urteilsverkündigung aus Bermuda: «Es war immer klar, dass wir für den Bau einer neuen Theater-Infrastruktur auf Beiträge von Privaten angewiesen sind.»

«Glücklicher Zufall»

Die Aussicht, dass die Salle-Modulable-Millionen nun doch fliessen könnten, kommt den Luzerner Politverantwortlichen sichtlich gelegen. «Nun erhält das Projekt NTI eine reale Chance», sagt Luzerns Stadtpräsident Stefan Roth. Dass das Urteil zum jetzigen Zeitpunkt komme, sei «ein glücklicher Zufall – es verleiht dem Projekt neuen Schub».

Wann und wie viel Geld letztlich nach Luzern fliessen wird, ist noch ungewiss.