BERN: Pirmin Schwegler spendet für krebskranke Kinder

Vor rund zwei Jahren hat der Luzerner Fussballer Pirmin Schwegler (26) ein Projekt initiiert zur Unterstützung der Berner Stiftung für krebskranke Kinder und Jugendliche. Sein Engagement lohnte sich: Im Inselspital überreichte der Eintracht-Frankfurt-Captain den Onkologen einen Check in der Höhe von 50'000 Franken.

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Pirmin Schwegler erkrankt als Kind an Leukämie. (Bild: Keystone)

Pirmin Schwegler erkrankt als Kind an Leukämie. (Bild: Keystone)

Schweglers Aufruf, das Projekt «Winzig kleine Lebensretter» finanziell zu unterstützen, waren zahlreiche Firmen aus dem Frankfurter Umfeld seines Klubs gefolgt. Auch Schweizer Unternehmen und verschiedene Weggefährten wie Tranquillo Barnetta oder Fabian Lustenberger beteiligten sich an der Spenden-Aktion zu Gunsten der Forschungsarbeit.

Eines der Ziele der Stiftung (www.kinderkrebs-bern.ch) sei, die Behandlung der Patienten erträglicher zu gestalten und Leben zu retten. «Ich wünsche mir, den schwer kranken Kindern ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern», erklärte Schwegler im Rahmen der Checkübergabe auf der Abteilung Hämatologie-Onkologie. «Es ist mir sehr wichtig, dieser Klinik etwas zurückzugeben, weil ich hier vor über zwanzig Jahren selber lag.» Sein Weg soll Betroffenen Mut machen, die belastende Diagnose einer Krebserkrankung bewältigen zu können.

Als Kleinkind war Schwegler an Leukämie erkrankt und rang mit dem Tod. Erst nach zwölf Chemotherapien kam die Entwarnung der Ärzte. Die schwierige Zeit mit gegen 200 Tagen im Spital hat den Luzerner geprägt. Dankbar und glücklich sei er, den Blutkrebs besiegt zu haben und «mir meinen Kindheitstraum verwirklicht» zu haben. Schwegler gehört inzwischen zu den besten Defensiv-Spezialisten der Bundesliga und zum Kreis von Ottmar Hitzfelds WM-Equipe.

Comeback im Dezember geplant

Rund fünf Wochen nach seiner Knie-Operation kann Pirmin Schwegler sein Trainingspensum wieder erhöhen. Der Captain von Eintracht Frankfurt liess sich von Professor Roland Biedert untersuchen und ist nach dem Check-up zuversichtlich, Anfang Dezember auf den Rasen zurückzukehren.

Schwegler hatte im September im Camp der Schweizer vor der Partie gegen Island einen Innenbandriss erlitten und musste in der Bundesliga seither pausieren. Bei der Visite in Biel attestierte ihm der frühere Teamarzt der Nationalmannschaft die erhofften Fortschritte. Auf die Gehhilfen kann Schwegler bereits am Wochenende erstmals verzichten. Danach ist die Intensivierung der körperlichen Belastung vorgesehen.

Die kommenden fünf Spiele der Eintracht wird der defensive Mittelfeldspieler wohl noch verpassen. In Hannover Anfang Dezember oder eine Woche später zuhause gegen Hoffenheim könnte das Comeback ernsthaft zum Thema werden, erklärte Schweglers Manager gegenüber der Sportinformation. In den ersten acht Runden kam der 26-Jährige für den Europa-League-Teilnehmer verletzungsbedingt lediglich 187 Minuten zum Einsatz.

si