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BERN/LUZERN: Dem Lauffieber entkommen

Redaktorin Gabriela Jordan zum mangelnden Lauffieber in Luzern vor dem Luzerner Stadtlauf.
Gabriela Jordan
Gabriela Jordan, Ressort Stadt/Region Luzern (Bild: Manuela Jans-Koch (LZ) (Luzerner Zeitung))

Gabriela Jordan, Ressort Stadt/Region Luzern (Bild: Manuela Jans-Koch (LZ) (Luzerner Zeitung))

Rückt in Bern jeweils der beliebte 16-Kilometer-Lauf «GP» näher, ist die halbe Stadt dem Lauffieber verfallen. Wohin man schaut, sieht man plötzlich nur noch Jogger: euphorisch, bestens ausgerüstet, mit teurer, luftdurchlässiger und gleichzeitig wasserfester Sportkleidung für jede Eventualität gewappnet. Die Hälfte der Stadt lässt sich von der Begeisterung anstecken, die andere fiebert genervt dem Tag nach dem Lauf entgegen.

In Luzern ist von einer solchen Renneuphorie deutlich weniger zu spüren, obwohl es bis zum Luzerner Stadtlauf bloss noch fünf Tage dauert (wer in Bern gelebt und die übermotivierten Läufer in ihren Gruppentrainings mit eigenen Augen gesehen hat, wird mir zustimmen!). Zu wünschen übrig liess denn leider auch meine ursprünglich beabsich­tigte Vorbereitung für den Stadtlauf. Dabei jogge ich eigentlich – mehr oder weniger – regelmässig! Doch ausgerechnet in den letzten paar Wochen sind meine Laufschuhe in der Zimmerecke verstaubt. Gerne würde ich die Schuld dafür einer höheren Macht zuschieben, aber ich gebe es zu: Mein innerer Schweinehund spielte diesmal auch eine Rolle.

Unser Lauf-Trionahm sich daher vor, statt unserer üblichen Rotsee-Tour die Stadtlauf-Route im Vorfeld einmal abzurennen. «Damit wir wissen, wo’s langgeht, wenn wir zuvorderst sind», meinte die eine mit einem Schmunzeln. «Oder damit ich weiss, wo’s langgeht, wenn ich zuhinterst bin», erwiderte ich scherzhaft. Dass ich tatsächlich etwas Bammel habe, konnte ich trotzdem nicht verleugnen. Und dass ich kurzfristig doch nicht an der Trainingstour teilnehmen konnte, macht es auch nicht besser.

Gott sei Dank habe ich ja noch ein paar Tage Zeit. Und ganz so schlimm, wie bei einer Kollegin, die mir einst herrlich facettenreich von ihrem «GP»-Erlebnis erzählte, wird es hoffentlich nicht: Mit einer tomatenähnlichen Gesichtsfarbe schnaufte sie schwerfällig und in einer viel zu schnellen Laufkategorie durch die Berner Gassen. Aus der Zuschauermenge erspähte sie ein kleiner Junge, der mit ihrem Lauftempo wohl nicht zufrieden war. Kurzerhand schüttete er ihr aus einem Becher Wasser auf die Beine und rief: «Sekle mal!»

Gabriela Jordan

gabriela.jordan@luzernerzeitung.ch

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